Alle potentiellen Opfer reagierten gemäss Solothurner Kantonspolizei richtig und fielen auf den Trick nicht herein. (Symbolbild: Keystone)

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Falsche Polizisten rufen oft im Schwarzbubenland an

Die Trickbetrüger haben den Kanton Solothurn im Visier. Seit Anfang Jahr riefen Trickbetrüger rund 80 Personen an und gaben sich als «Polizisten» aus.

Alle potentiellen Opfer reagierten gemäss Solothurner Kantonspolizei richtig und fielen auf den Trick nicht herein. Die falschen Polizisten versuchten mit der perfiden Masche, an Geld und Wertsachen zu gelangen, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Betrüger geben sie sich am Telefon als Polizisten aus: Sie warnen vor Einbrechern und bieten an, Geld und Wertsachen abzuholen, um diese sicher aufzubewahren.

Seit Anfang Jahr wurden der Kantonspolizei rund 80 solche Betrugsversuche gemeldet – fast ausschliesslich im Schwarzbubenland. Allein in Kleinlützel und in Gempen wurden seit Jahresbeginn je 12 Versuche gemeldet. Die Betrüger beendeten jeweils rasch das Telefonat, als sie Anzeichen von Misstrauen bemerkten.

Mehr als 100’000 Franken ergaunert

Im vergangenen Dezember ergaunerte ein falscher Polizist von einer Seniorin im Kanton Solothurn Schmuck und Geld im Wert von weit mehr als 100’000 Franken. Der unbekannte Täter hatte sich an einem Samstagabend am Telefon als Kommissar der Kantonspolizei ausgegeben.

Er bot der Frau an, ihr Geld und ihre Wertsachen zum Schutz vor Einbrechern sicher aufzubewahren. Im Verlauf des Gesprächs konnte der vermeintliche Kommissar die mehr als 80 Jahre alte Seniorin überzeugen, dass ihre Wertsachen und ihr Bargeld im Haus nicht mehr sicher seien und die Polizei diese an einem geschützten Ort aufbewahren könnte.

Die Frau vertraute dem vermeintlichen Polizisten. Noch am Samstagabend übergab sie in ihrem Haus einem Unbekannten Schmuck und Geld im Wert von weit über 100’000 Franken.

Am Sonntag erkundigte sie sich dann bei der echten Polizei nach dem Polizisten und nach dem Verbleib ihrer Wertsachen. Der Betrug flog auf.

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