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Der Telebasel News-Beitrag vom 1. April 2019.

Basel

Polizei testet App gegen Falschparker

Die Basler Polizei testet eine neue App gegen Verkehrssünder. Kritisiert wird, dass Informanten finanziell an ausgesprochenen Bussen beteiligt werden.

Die Basler Polizei will mit einer neuen App gegen Verkehrssünder vorgehen, wie Telebasel am Montag erfahren hat. Zuvor registrierte Personen können mittels dieser App Fotos, beispielsweise von Falschparkern, an die Polizei senden. Werden diese Verkehrssünder daraufhin tatsächlich gebüsst, werden die Informanten finanziell am Bussgeld beteiligt.

Förderung von Denunziantentum?

Diese App ist erst in einer Testphase. Von «Denunziantentum» spricht dagegen der Präsident des TCS beider Basel, Christophe Haller. Er ist «schockiert» und verlangt, dass dieser Versuch sofort gestoppt werde. Die Erfolgsbeteiligung fördere nur Spitzel, so Christophe Haller. Er fragt sich, ob die App mit dem Datenschutz vereinbar sei.

Beim Basler Justiz- und Sicherheitsdirektion will dazu niemand Stellung nehmen. Telebasel hat jedoch zwei Personen ausfindig gemacht, die bei der Testphase der neuen App mitmachen. Sie sind begeistert und konnten sich in einem Tag lang damit ein «Taschengeld» verdienen.

Die Benutzung der App ist jedoch an strenge Bedingungen gebunden: Man muss sich zuvor registrieren lassen und mit einem Auszug des Strafregisters belegen, dass man über einen einwandfreien Leumund verfügt. Erst dann dürfen Nutzer die App überhaupt herunterladen. Alle anderen zugesandten Fotos will die Polizei nicht berücksichtigen. Ob die App je die Testphase übersteht, ist zurzeit ungewiss.

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