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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. März 2019.

Basel

Basel stimmt über Lautsprecher-Boxen ab

Das Referendum gegen die Revision des Übertretungsstrafgesetzes kommt zustande. Die Gegner wollen, dass Lautsprecher im Freien bewilligungspflichtig bleiben.

Für die einen ist es Spass und Stimmung, für die anderen ein Ärgernis. Für Sound, der im Freien aus den Boxen erschallt, haben nicht alle ein Musikgehör. Vermutlich kommt es dazu bald zu einer Abstimmung. Genauer genommen geht es aber nicht nur um Lautsprecher, sondern um ein gesamtes Paket. Die Revision des Übertretungsstrafgesetzes steht nun auf dem Spiel.

Nach dem aktuellen Gesetz kann jemand gebüsst werden, der «ohne behördliche Bewilligung im öffentlichen Raum bewilligungspflichtige Lautsprecheranlagen verwendet». Zudem können die Boxen eingezogen werden.

Mit der vom Grossen Rat verabschiedeten Revision soll sich unter anderem dieser Paragraph ändern. Von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends soll es künftig erlaubt sein, Musik im Freien abzuspielen.

Nicht alle sind darüber erfreut, dass diese Regelung gelockert wird. Die «Arbeitsgruppe Referendum ÜStG» brachte daher das Referendum gegen das revidierte Übertretungsstrafgesetz zustande. Wie die Gruppe in einer Medienmitteilung schreibt, seien innert kurzer Zeit über 4’100 Unterschriften zusammen gekommen. Diese nahm die Staatsschreiberin Barbara Schüpbach am Samstagmorgen entgegen.

Nach der Übergabe präsentierte die Arbeitsgruppe ein Musikstück, das wohl kaum je für Lärmklagen sorgen dürfte. Ein Musiker spielte «4:33» von John Cage – allerdings am DJ-Pult, nicht an den Tasten. Bei der Originalversion setzt sich der Pianist an sein Klavier, holt die Stoppuhr raus und tut 4 Minuten und 33 Sekunden lang nahezu gar nichts.

Ein Musiker performt «4:33» von John Cage. (Video: Youtube)

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