(Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Kein E-Voting-System der Post für Abstimmungen vom 19. Mai

Für die Abstimmungen vom 19. Mai steht das E-Voting-System der Post nicht zur Verfügung. Grund dafür: «Kritische Fehler», die beim Test festgestellt wurden.

Das E-Voting-System der Post ist bisher in den vier Kantonen Basel-Stadt, Freiburg, Neuenburg und Thurgau im Einsatz. Der verifizierte Mangel betrifft die individuelle Verifizierbarkeit. Diese erlaubt den Stimmenden, zu überprüfen, ob das System ihre Stimme korrekt registriert hat. Es handelt sich laut Mitteilung um «eine Schlüsselkomponente» des Systems.

Die Bundeskanzlei erachtet deshalb den Entscheid der Post als folgerichtig, ihr System anlässlich des Urnengangs vom 19. Mai 2019 nicht zum Einsatz zu bringen. Nicht betroffen von dem festgestellten Mangel ist das E-Voting-System des Kantons Genf, für welches die Kantone Aargau, Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Waadt für den 19. Mai die Zulassung erhalten haben.

Laut Bundeskanzlei gibt es keine Hinweise, dass der aufgetauchte Mangel bei bisherigen Abstimmungen zu Verfälschungen geführt hat. Der Intrusionstest vom 25. Februar bis zum 24. März habe wichtige Erkenntnisse ermöglicht und Schwachstellen aufgedeckt, hiess es in der Mitteilung weiter. Die Bundeskanzlei werde nun eine Standortbestimmung vornehmen.

Basel-Stadt begrüsst den Entscheid

Die Staatskanzlei Basel-Stadt begrüsst den Entscheid der Schweizerischen Post, heisst es in einer Mitteilung des Präsidialdepartements. Der Entscheid der Schweizerischen Post sei richtig und setzte das Prinzip «Sicherheit vor Tempo» konsequent um.

Im Kanton Basel-Stadt werden deshalb beim Urnengang im Mai Auslandschweizer Stimmberechtigte und Stimmberechtigte mit einer Behinderung ihre Stimme nicht elektronisch, sondern brieflich oder persönlich im Stimmlokal abgeben müssen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant