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Hedy Kaufmann und Dani von Wattenwyl stehen ab 1. April auf der Bühne des Häbse-Theaters. (Video: Telebasel)

Basel

Dani von Wattenwyl und das Loch-Ness-Monster

Unser Kollege Dani von Wattenwyl präsentiert nicht nur die News; er schreibt auch Komödien. Ab Montag entführt er das Häbse-Publikum nach Schottland.

In der letzten Komödie spielte Dani von Wattenwyl einen schlitzohrigen Schiffskapitän, der mit allerlei Tricksereien sein Personenschiff, die «MS Sausewind», vor dem Abwracken rettet.

Nun wertet er als Neffe kurzerhand das schottische Schlosshotel seiner Tante touristisch auf: Er behauptet frech, dort spuke es. Zudem biete die Terrasse einen wunderbaren Direktblick auf das Loch Ness-Monster.

Natürlich wird das Schloss-Personal in «Wenn s Zwölfi schloot» herumrennen und improvisieren müssen, um die kecken Versprechen des Schlossherrn einzuhalten, also für die Touristen tüchtig Spuk zu machen. Bedrohlich hängt das Schwert der Denkmalschutz-Behörde über den Köpfen der Helden. Mit von der Partie im Häbse-Theater: Peter Richner, Tatjana Pietropaolo, Adrian Plachesi und andere.

Danis Schummeleien

Wir wollen da mal nicht zu tief in der Seele des Autors graben. Aber Dani von Wattenwyls letzte Stücke zeigen eine liebenswerte Truppe mit windschiefem Geschäftsmodell – und im Auge des Orkans einen so findigen wie windigen Hauptverantwortlichen, der mit überwältigendem Improvisationstalent die Sache gerade noch ins Lot bringt. Bei allen Schummeleien: So recht böse kann man ihm nicht sein.

Dani von Wattenwyl: Seit den neunziger Jahren moderiert er die News bei Telebasel, dazu leitete er unzählige Talksendungen, führte das einstige Radio Edelweiss und ist nun auch Talk-Star bei Radio Basilisk. Wie stellt er quasi nebenher auch noch seine Theaterstücke auf die Beine? Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller? «Wenn s Zwölfi schloot» ist bereits sein zehntes Stück, schon das achte, das er auf die Bretter des Häbse-Theaters bringt.

«Musste mich noch nie um eine Rolle bewerben»

Mit von der Partie: Hedy Kaufmann, die Lady des Ensembles mit komischem Talent: Sie spielt die Schlossbesitzerin, die mit eiserner Faust die Kontrolle im Schloss behalten will, der aber die Umtriebe des Neffen des Guten zuviel sind.

Schon als Zehnjährige stand Hedy Kaufmann als Schauspielerin auf der Märli-Bühne ihres Vaters:«Zuerst als junges Mädchen, später als Hexe – so geht das im Leben», lacht Kaufmann. Seit 34 Jahren arbeitet sie mit Hansjörg «Häbse» Hersberger. Ansonsten tourt sie mit dem Dinner-Krimi durch die ganze Schweiz («da lebt man aus dem Koffer»).

Aber dass man über die Leistungsfähigkeit und ihre reifen Jahre staunt, das will sie nicht haben: «Ist doch egal, ob man 20, 40, 60 oder 80 ist. Entweder man spielt gut, oder eben nicht. Nur darum geht es». Um eine Rolle habe sie sich noch nie bewerben müssen. Bei ihr ging es anders rum: Sie erhielt stets Angebote.

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