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Der Telebasel News-Beitrag vom 27. März 2019.

Basel

Atomreaktor an Uni Basel darf stillgelegt werden

Nachdem er 2013 ausgeschaltet wurde, darf der älteste Schweizer Atomreaktor nun ganz stillgelegt werden. Die Uni Basel hat dafür die Bewilligung erhalten.

Der älteste Atomreaktor der Schweiz darf nach dem Abschalten 2013 nun auch formell stillgelegt werden: Die UniversitätBasel hat für ihren Forschungsreaktor namens «AGN-211-P» vom Bund das Stilllegungsgesuch bewilligt bekommen.

Gemäss einer Mitteilung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorates (ENSI) hatte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Stilllegungsverfügung bereits am 13. Februar 2019 erlassen. Inzwischen sei die 30-tägige Rekursfrist ungenutzt verstrichen.

Reaktor weicht Neubauten

Das Departement Physik der Uni hatte den Versuchs- und Übungsreaktor von 1959 bis Ende 2013 betrieben. Inzwischen ist experimentelle Kernphysik in Basel kein Forschungsschwerpunkt mehr, und die Anlage muss Neubauten weichen. Für den Rückbau des Reaktors hatte die baselstädtische Regierung zehn Millionen Franken zurückgestellt.

Zehn Fässer radioaktives Material

Gemäss früheren Angaben der Universität fallen bei der Demontage etwa zehn Fässer à 200 Liter radioaktives Material an: schwach strahlendes und «ausschliesslich in gebundener Form». Der Rückbau soll bis 2020 abgeschlossen sein. Die Dekontaminationsmassnahmen muss die Uni Basel nachweisen und deren Erfolg mit Messungen belegen.

Das Uran aus dem Reaktor war bereits 2015 in die USA zurück gebracht worden, von wo der Reaktor ursprünglich stammte. Das in diesem Forschungsreaktor verwendete Uran war atomwaffenfähig gewesen – es bräuchte indes weit mehr als die in Basel benutzten gut zwei Kilogramm für eine Bombe.

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