(Bild: Keystone)

Schweiz

23 Tote und 240 Verletzte nach Überschwemmungen im Iran

Die Zahl der Toten bei der Flutkatastrophe im Iran stieg auf mindestens 23. Das sagte der Leiter des Rettungsdienstes nachdem weitere vier Tote gefunden wurden.

240 Menschen wurden laut Kuliwand bei den Überschwemmungen verletzt, 20 von ihnen schwer. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim soll es im Nordiran auch vier Vermisste geben, deren Leichen aber noch nicht gefunden worden seien. Mehr als 120’000 Menschen in den Flutgebieten mussten ihre Häuser räumen und in Notunterkünften untergebracht werden.

Wie am Anfang jeder Naturkatastrophe im Iran gab es auch dieses Mal unterschiedliche Angaben zur Opferzahl. Für das Innenministerium gelten nur amtlich registrierte Todesfälle. Medienberichte oder gar Angaben der örtlichen Behörden seien daher nicht offiziell, so das Ministerium.

Kritiker meinen, dass die Regierung die genaue Zahl der Toten bewusst nicht angeben wolle, um während der persischen Neujahrsferien keine Panik im Land zu verursachen.

Viele Iraner befinden sich wegen der Neujahrsferien auf Reisen – auch in den Flutgebieten – und können wegen der Überschwemmungen bis auf Weiteres nicht in ihre Städte zurück. Landesweit sind mehrere Landstrassen gesperrt, zahlreiche Inlandflüge wurden gestrichen und auch der Zugverkehr in einigen Provinzen ist durch die Flut gestört.

Die Regierung hat in mindestens 12 Provinzen, auch in der Hauptstadt Teheran, die höchste Alarmstufe ausgerufen. Am schlimmsten sei die Lage weiterhin in Schiras, der Hauptstadt der südlichen Provinz Fars. Dort kamen bis jetzt 19 Menschen ums Leben. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie sogar Lastwagen von dem Hochwasser weggeschwemmt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant