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Der Telebasel News Beitrag vom 22. März 2019.

Basel

«Unser Junge ist weg!»

Am Donnerstag hat eine 75-Jährige den siebenjährigen M. auf dem Schulweg niedergestochen. Gegenüber «Blick» äussert sich jetzt die Mutter.

Der 7-jährige M. kam am Donnerstag nicht mehr von der Schule noch Hause. Er wurde von einer 75-Jährigen auf dem Heimweg niedergestochen und verstarb trotz Not-Operation im Spital. Telebasel berichtete. Das Motiv der Täterin ist bis jetzt noch unklar.

Die Mutter des getöteten Jungen äussert sich jetzt gegenüber dem «Blick». Es gehe der Familie sehr schlecht. «Wir können nicht glauben, was passiert ist. Unser Junge ist weg! Die schönste Blume hat sie mir genommen», sagt sie. Ihr Sohn habe am Donnerstag nicht zum ersten Mal den Heimweg alleine angetreten.

Mutter sah M. das letzte Mal vor zwei Tagen

Besonders schwer für die Familie sei, dass man das Motiv der 75-Jährigen nicht kenne. Man kenne die Täterin nicht, habe sie nie gesehen. «Wir wissen nicht, warum sie meinen Sohn getötet hat», so die Mutter gegenüber «Blick». Die Frau habe das Leben der Familie zerstört. Die Mutter musste sich während den letzten Tagen selber im Spital behandeln lassen und haben ihren Sohn zuletzt vor zwei Tagen gesehen. Da habe er sie am Krankenbett besucht. Der 7-jährige M. soll im Kosovo beigesetzt werden.

Auch die Tante des verstorbenen Jungen trauert. «Der Horror in Basel, bei dem wir M. verloren haben, hat uns alle erschüttert», schreibt sie gemäss «Blick» auf Facebook. Weitere Verwandte schreiben: «Du warst doch erst sieben Jahre alt und immer mein Baby».

Ein Blumenmeer am Tatort

Am Freitag versammeln sich wieder zahlreiche Menschen am Tatort. Eltern mit Kindern besuchen den Ort, an dem das Leben des 7-jährigen M. so tragisch ein Ende nahm. Sie legen weiterhin Blumen und persönliche Briefe, Zeichnungen und Karten nieder oder zünden Kerzen an.

Auch die Mutter von M. hat am Freitag Vormittag, gestützt durch Bekannte, den Tatort besucht. Vor der Stelle an dem ihr Sohn erstochen wurde, bricht sie zusammen und weint. Die Trauer ist riesig. Nach rund 10 Minuten verlässt sie den Ort. Laut unbestätigten Informationen soll sie seit ein paar Tagen im Spital in Behandlung sein.

Auch der Vater von M. wurde am Tatort gesichtet. Er wohne nur wenige hundert Meter entfernt.

Trauermarsch am Samstag

Am Samstag um 14 Uhr soll ein Trauermarsch stattfinden. Aufgerufen dazu hat auf Facebook Emi Salahi. Er wolle einfach nur irgendwie helfen. Salahi sei selbst Vater eines 10-jährigen Mädchens.

Am Samstag möchte er vom Schulhaus Gotthelf zum Tatort laufen, um dort Kerzen anzuzünden und Blumen niederzulegen. Die Polizei habe bereits Kenntnis vom geplanten Trauermarsch, sagt Toprak Yerguz gegenüber «20 Minuten».

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