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Telebasel News-Beitrag vom 21. März 2019.

Basel

«Aufklärung hätte vor 30 Jahren passieren sollen»

Das Nein-Komitee will kein Gross-Aquarium in Basel. Denn man bezweifelt, dass ein Ozeanium einen Beitrag zur Umweltbildung leisten kann.

Mit einem Korallenfisch in der Plastiktüte steigt das Komitee «Nein zum Ozeanium» in den Abstimmungskampf. «Wir finden, dass es im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäss ist, Meerestiere ihrem Lebensraum zu entreissen und nach Basel einzufliegen», sagt Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber.

Die Gegner des Ozeaniums finden das Projekt nicht nachhaltig. Einerseits kritisieren sie Fang, Handel und Transport von Meeresfischen. Andererseits weisen sie auf den Energieverbrauch eines Gross-Aquariums hin.

Beitrag zur Bildung umstritten

Die Zoo-Direktion betonte kürzlich gegenüber Telebasel die Wichtigkeit des Projekts für die Bildung und Forschung. Dem Argument, dass so ein Gross-Aquarium die Leute für die Verschmutzung der Weltmeere sensibilisiere, können die Gegner aber nicht viel abgewinnen.

«Das hätte vor 30 Jahren passieren müssen. Darum ist der Zoo aus meiner Sicht in diesem Punkt unglaubwürdig», sagt Grossrat Thomas Grossenbacher (Grüne). Da die Verschmutzung der Ozeane längst bekannt sei, könne hier ein Gross-Aquarium nicht mehr viel beitragen. Daher solle sich der Zolli auf seine jetzigen Tiere konzentrieren.

Ob die Stimmbevölkerung die Argumente des Zoos oder diejenigen des Nein-Komitees überzeugender findet, entscheidet sich am 19. Mai 2019. Dann fällt an der Urne die Entscheidung über das Ozeanium.

1 Kommentar

  1. Es gibt keine Studien, die zeigen, dass Grossaquarien zur Umweltbildung beitragen. Ganz klar ersichtlich ist hingegen die Tatsache, dass es den Meeren schlechter denn je geht, dies obwohl es über hundert Meeresaquarien weltweit gibt. Dieses Projekt dient also nur als Touristenattraktion und sollte deshalb abgelehnt werden.Report

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