Alina Pätz auf der vierten Position in vollem Einsatz. (Keystone)

International

Zwei wichtige Siege der Schweizer Curlerinnen

Nach acht Runden der Frauen-Weltmeisterschaft in Dänemark weisen die Schweizer Curlerinnen mit 5:3 Siegen erstmals eine klar positive Bilanz vor.

Dank einem 7:1-Blitzsieg gegen Schottland und einem 9:8-Erfolg nach Zusatz-End in einem dramatisch verlaufenen Match gegen China haben sich die Schweizerinnen für den weiteren Turnierverlauf in eine günstige Position gebracht.

Im Spiel gegen die Chinesinnen um den erstmals an einer WM auftretenden Skip Mei Jie konnten die Schweizerinnen ihr gutes Niveau, das sie am Vormittag beim Kantersieg gegen die Schottinnen gezeigt hatten, eine Zeitlang nicht halten. Die Quote an gelungenen Steinen sank im Teamdurchschnitt von 84 zeitweise auf 76 Prozent. Nach defensivem Start gerieten sie im 4. End durch ein Dreierhaus 0:3 in Rückstand.

Beim Stand von 4:8 nach acht Ends schien die Partie so gut wie entschieden zu sein. Aber die EM-Zweiten Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau schafften die nicht mehr erwartete Wende. Sie kamen im 9. End dank einem Dreier auf 7:8 heran und stahlen danach sowohl im 10. End als auch im Zusatz-End einen Stein.

Vier Partien vor Schluss der Round Robin haben die Schweizerinnen ihre Chancen auf den Einzug in die Viertelfinals stark verbessert. Sogar die direkte Qualifikation für die Halbfinals ist noch in Reichweite.

Im Match gegen die Schottinnen waren für das Schweizer Team verschiedene Dinge angenehm und neu. Erstmals an diesem WM-Turnier entwickelten sie von Spielbeginn an einen hohen Druck auf die Gegnerinnen. Und erstmals gelang es ihnen, gegnerische Fehlsteine konsequent zu nutzen. Auf diesem Niveau hatten die Schweizerinnen an der EM in November in Tallinn nahezu während der ganzen Woche gespielt.

Die Schottinnen, angeführt von der WM-Debütantin Sophie Jackson, waren überfordert und gerieten bis zur Halbzeit 0:7 in Rückstand. Nach sechs Ends, so frühestmöglichen Zeitpunkt, gaben sie auf. Die Jacksons Team spielt für Schottland nicht annähernd so stark, wie man es vom schottischen Weltklasse-Team von Skip Eve Muirhead während Jahren kannte.

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