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Telebasel Talk vom 20. März 2019 mit Baselworld-Messeleiter Michel Loris-Melikoff.

Basel

Wie retten Sie die Baselworld, Herr Loris-Melikoff?

Michel Loris-Melikoff ist nicht zu beneiden. Seine erste Baselworld steht im Zeichen der Krise. Im Talk erklärt er, wie er die Traditionsmesse retten will.

Die Zahlen sprechen für sich. Vor zehn Jahren präsentierten 2100 Aussteller ihre Produkte an der Baselworld, 2017 waren es 1300, letztes Jahr noch 650. Und dieses Jahr 500. Nun soll Michel Loris-Melikoff die Messe retten.

Als Gründe für ihr Fernbleiben nennen die Aussteller und die Medien seit Jahren stets dieselben Gründe: viel zu hohe Preise, zu wenig Gehör bei der Messeleitung (sogar Arroganz), kein zeitgemässes Konzept, mangelhafter Service, zu hohe Preise der Basler Hotellerie und Gastronomie. Dies nebst dem allgemeinen Strukturwandel.

Hayeks Abgang mit Getöse

Mit viel medialem Getöse kehrte Nick Hayek im Juli 2018 mit seiner Swatch Group der nach wie vor wichtigsten Branchenmesse den Rücken. Der Abgang führte zum Rücktritt des langjährigen MCH Group-CEO René Kamm. Vor sechs Tagen – also eine Woche vor der Baselworld-Eröffnung – übte sich Hayek im Nachtreten. Er brauche die Baselworld nicht. Nun führt er zeitgleich eine Konkurrenzmesse in Zürich durch.

«Bewährungsprobe» und «Härtetest»

Am Donnerstag zerschneidet Bundesrat Ueli Maurer das Band zur Eröffnung. Die «Basler Zeitung» wie auch die «bz Basel» sehen in der diesjährigen Ausgabe die Bewährungsprobe oder den Härtetest für das Überleben der Baselworld.

Dem neuen Messeleiter Michel Loris-Melikoff (54) fällt die undankbare Aufgabe zu, die neben der Art wichtigste Basler Messe aus dem Tief zu führen – ihm, dem bislang branchenunkundigen Juristen, der einst als Präsident der Zürcher Techno-Fete Streetparade bekannt wurde.

1 Kommentar

  1. Preise senken ist das beste Mittel. Mehr Aussteller bringen mehr Besucher, mehr Besucher ziehen auch mehr Aussteller an. So kann die Messe wieder wachsen. Desweiteren müsste man eine Lösung gegen den Wucher bei den Zimmern und Hotels finden. Das ein Schweizer Hersteller einer Schweizer Traditionsmesse den Kampf absagt finde ich völlig daneben. Jahrelang hat er von der Messe profitiert und jetzt trägt er zum Ende bei.Report

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