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Der Telebasel News-Beitrag vom 19. März 2019.

Basel

Abstimmungskampf zum Museums-Neubau ist lanciert

Dinosaurier und Stadtgeschichte ins St. Johann: Ein neues Komitee macht sich für den neuen Standort für das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv stark.

Mammut, T-Rex und Höhlenbär sollen bald einmal «Santihanslemer» werden. Nicht nur die stadtbekannten Tiere von der Augustinergasse, sondern auch Dokumente aus rund tausend Jahren Stadtgeschichte sollen in einen Neubau zügeln. Dieser Ansicht ist das Komitee «Ja zum Museum und Archiv».

«Gedächtnis der Stadt»

Beide Institutionen unter ein Dach zu bringen, mache durchaus Sinn. «Zwei separate Standorte wären viel teurer», sagt die Autorin und Historikerin Esther Keller vom Co-Präsidium des Komitees. «Wenn man die beiden Institutionen in einem Haus hat, kann man Geld sparen, weil man Räume gemeinsam nutzen kann». Das gebe spannende Synergien für das «Gedächtnis der Stadt»

An der Entenweidstrasse, gleich beim Bahnhof St. Johann, könnte das möglich werden. Geht es nach den Befürwortern, so steht dort in vier Jahren ein Neubau für 214 Millionen. Dieser soll einerseits das Naturhistorische Museum beherbergen. Schliesslich ist dessen angestammtes Zuhause, der Melchior-Berri-Bau, sanierungsbedürftig. Andererseits soll dort das Staatsarchiv unterkommen. Dieses hat an der Martinsgasse mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen und ist auf Aussenstandorte angewiesen. Das überparteiliche Ja-Komitee stellt sich daher hinter den Grossratsbeschluss zugunsten dieses Projekts.

Entscheidung am 19. Mai 2019

Da das Referendum gegen dieses Vorhaben Anfang Jahr zustande kam, liegt nun der Ball am 19. Mai 2019 bei der Basler Stimmbevölkerung. Die Gegner des Neubau-Projekts kritisieren unter anderem die möglichen Betriebskosten sowie den Standort. Sie werden Anfang April ihre Argumente präsentieren.

Den Auftakt zum Abstimmungskampf machten am Dienstag die Befürworter. Wie das Ja-Komitee betont, bräuchten sowohl das Museum wie das Staatsarchiv neue Räume, um ihre Bestände zu erhalten und angemessen zeigen zu können.

Die Investition von 214 Millionen Franken sei es daher wert, um Kulturgüter für die nächsten Generationen zu erhalten. Die Betriebskosten seien von den zuständigen Parlamentskommissionen gründlich geprüft worden, wie SP-Grossrat und Befürworter Sebastian Kölliker betont. Zudem sei der Standort beim Vogesenplatz gut mit dem ÖV erschlossen, also alles andere als abgelegen.

Marcel Tanner, Präsident der Akademie der Wissenschaften, präsidiert das neue Ja-Komitee. Unterstützung erhält er von Politikern von den Grünen bis zur LDP. Auch zahlreiche Köpfe aus der Kultur und Wissenschaft stellen sich hinter den Neubau.

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