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Sport-Fokus vom 18. März 2019.
Basel

Von Therwil über Titterten nach Tokio

Zwei Badmintonprofis aus der Region haben ein grosses Ziel: Sie wollen an die Olympischen Spiele 2020. Doch der Weg nach Tokio ist steinig.

In der St. Jakobshalle ging es hektisch zu und her. Die Shuttles flogen blitzschnell übers Netz. Nur die Reaktionen der Spielerinnen und Spieler waren noch schneller. Kein Wunder. Es waren die Besten der Welt, die am Swiss Open in Basel um 150’000 US-Dollar Preisgeld spielten.

Gegen Badminton-Federer

Mittendrin war auch Christian Kirchmayr. Der Therwiler zog ein schwieriges Los. Er traf in der ersten Runde auf Lin Dan, den Roger Federer des Badminton-Sports. Es gibt nichts, was Lin Dan noch nicht gewonnen hat.

Und Kirchmayr musste Lehrgeld bezahlen. Zu Beginn konnte er noch kurz mit dem Altmeister mithalten, doch nach der Pause drehte der Chinese auf. Lin Dan machte Punkt um Punkt und war nicht mehr zu bremsen. Das Endresultat war dementsprechend deutlich. 21-11 und 21-6 ging der Schweizer unter. Was bleibt, sind die Erinnerungen an ein Spiel gegen sein Kindheitsidol. «Es ist schon verrückt», räumt auch Christian Kirchmayr ein: «Ich hatte Poster von ihm im Kinderzimmer».

Der Traum von Olympia

Gleichzeitig war es eine Erinnerung, dass Kirchmayr noch einen langen Weg vor sich hat, um sein grosses Ziel zu erreichen: Olympia 2020.

Diesen Traum hat auch sein Trainingspartner Joel König. Um ihn zu verwirklichen, hauen sie sich täglich die Shuttles um die Ohren. «Wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf», meint der 23-jährige König aus Titterten. So pushen sie sich gegenseitig zu sportlichen Höchstleistungen.

Ein Ziel vor Augen: Joel König und Christian Kirchmayr wollen nach Tokio. (Bild: Telebasel)

Doch auch neben dem Platz gibt es grosse Herausforderungen für eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation. In der Quali-Phase müssen viele, über den ganzen Globus verteilte Turniere gespielt werden. Das kostet. Und Sponsorengelder sind in Randsportarten knapp. Deshalb geht Joel König einen unkonventionellen Weg: Er sammelt Geld auf einer Crowdfunding-Plattform.

Der Glaube an den grossen Traum ist da, auch wenn die Chancen klein sind. Die Konkurrenz ist gross – und sie schläft nicht. Nur gut sind Christian Kirchmayr und Joel König auch nicht am Schlafen. Im Gegenteil.

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