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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. März 2019.

Baselland

Jetzt spricht der «Lindenmörder»

In Rothenfluh musste eine 100-jährige Linde gefällt werden. Der Baum war an Stockfäule erkrankt. Im Dorf sorgt die Beseitigung des Baumes jedoch für Empörung.

Vor wenigen Wochen musste in Rothenfluh die 100 Jahre alte Linde aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Wie «20 Minuten» berichtet, herrscht im Baselbieter Dorf seither eisige Stimmung. Beschimpfungen gegen den Grundeigentümer Luca Bitterlin und Schmierereien an der Kirchenmauer seien nur einige Reaktionen auf die Baumfällung gewesen. Als «Lindenmörder» und «Arschloch» wird der 23-jährige Grundeigentümer in den Schmierereien bezeichnet.

«Alles legal abgelaufen»

Der Grundeigentümer versteht den Aufruhr im Dorf nicht. «Es ist alles legal abgelaufen», betont der Mann gegenüber «20 Minuten». Auch, dass niemand direkt auf ihn zukomme, verstehe er nicht: «Die Leute können auf mich zukommen und sagen ‹Ich finde das nicht in Ordnung, warum habt ihr das gemacht?› Man kann doch miteinander reden».

Insbesondere ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung habe auf Facebook gegen ihn gehetzt. «Unsere über 100 Jahre alte Kirchenlinde wurde heute in einem Vandalenakt einfach umgehauen und entsorgt», schreibt der Gemeindeverwalter dort.

«Wir haben alles probiert»

Das stimme so nicht, wehrt sich nun Luca Bitterlin. Die Bäume lägen ihm am Herzen. Auch habe er zunächst versucht, die Linde neben der Kirche aufzupäppeln: «Der Baum hat an Baumfäulnis gelitten, und wenn ein Baum faul ist, ist er nicht zu retten. Wir haben alles probiert aber es ging einfach nicht mehr. Darum mussten wir ihn fällen».

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