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Der Telebasel News Beitrag vom 17. März 2019.

Region

Ruder-Club-Präsident kritisiert Polizei

Nach der Kollision eines Ruderboots mit einem Frachtschiff auf dem Rhein kritisiert der Präsident des Ruder-Clubs Basel die Polizei.

Diese Woche ereignete sich in Basel fast ein tragisches Unglück. Am Dienstag kollidierte auf dem Rhein bei Grenzach ein Ruderboot mit einem Frachtschiff. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten oder Verletzte. In der Medienmitteilung der deutschen Polizei heisst es, das Frachtschiff habe den Unfall verursacht und sei einfach weitergefahren. Dies stösst dem Präsidenten des Basler Ruder-Clubs Christoph Socin sauer auf. Er meint: Der Frachtkapitän habe richtig reagiert.

«Fertiger Blödsinn»

Socin nervt sich ob der Kommunikation der Freiburger Polizei: Was geschrieben wurde, sei ein «fertiger Blödsinn». Wohin hätte das Schiff denn flüchten sollen, fragt Socin. «Das Schiff ist 110 Meter lang, der Rhein ist hier knapp 200 Meter breit. Das Schiff müsste zuerst an Land kommen, damit es überhaupt wenden kann.» Solch ein Manöver dauere zehn Minuten.

Der Schiffsführer habe das einzig Richtige getan und das Kraftwerk informiert, so Socin. Dieses sei dann ausgerückt und habe die zwei Ruderer gerettet.

«Ruderer müssen ausweichen»

An einem anderen Ort ist in der Medienmitteilung vom «vermeintlich unfallverursachenden Binnenschiff» die Rede. Auch das kann Christoph Socin nicht nachvollziehen. «Die Schifffahrtspolizeiverordnung sagt ganz klar, dass die Schifffahrt Vortritt hat und die Ruderer ausweichen müssen.» Schuld am Unfall seien gemäss Socin zwei Ruderer des Ruderclubs Grenzach, «die hier nicht zurückgeschaut haben und darum kam es zu dieser Frontalkollision».

Vom Ruderclub Grenzach wollte niemand etwas sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

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