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Beitrag in den Telebasel News vom 14. März 2019.

Basel

Novartis führt 18 Wochen Vaterschaftsurlaub ein

Novartis führt per 1. Juli 2019 eine «bezahlte Elternauszeit» von 18 Wochen ein. Damit steht der Pharmakonzern in der Schweiz an der Spitze.

Novartis gab am Donnerstag bekannt, dass global eine neue Richtlinie für bezahlte Elternauszeit eingeführt wird. Diese gibt einen Mindeststandard von 14 Wochen Auszeit für beide Elternteile vor. In der Schweiz wird die neue Richtlinie an die geltende Regelung von Schwangerschafts- und Mutterschaftsurlaub angeglichen, und neu wird für beide Elternteile eine bezahlte Elternauszeit von 18 Wochen gewährt, schreibt Novartis in einer Medienmitteilung.

Umsetzung in drei Phasen

Die Umsetzung der neuen Richtlinie erfolgt weltweit in drei Phasen, wobei die vollständige globale Umsetzung bis spätestens zum 1. Januar 2021 erfolgen soll. In der Schweiz wird die Regelung mit Wirkung ab 1. Juli 2019 eingeführt.

Ende Februar wurde bekannt, dass der Pharmakonzern den Vaterschaftsurlaub auf 14 Wochen erhöhen wird.

Der Telebasel News Beitrag vom 28. Februar 2019. 

Das waren bis jetzt die Spitzenreiter in Sachen Vaterschaftsurlaub:

  • 60 Tage: Google
  • 40 Tage: Johnson & Johnson
  • 35 Tage: Solina
  • 30 Tage: Microsoft, Ikea, Newsroom

(Quelle: Travail.Suisse)

In der Schweiz ist der Vaterschaftsurlaub derzeit noch nicht gesetzlich geregelt. Hängig ist jedoch eine Volksinitiative, die vier Wochen verlangt. Ein indirekter Gegenvorschlag sieht zwei Wochen Vaterschaftsurlaub vor. Wirtschaftsverbände und SVP setzen weiterhin auf Freiwilligkeit, wie die Vernehmlassung kürzlich zeigte.

Die neue Richtlinien für die Elternauszeit gelten bei Novartis nicht nur im Fall von Geburten. Zur Anwendung kommen sie auch bei Adoptionen und bei Leihmutterschaft, sofern diese im entsprechenden Land erlaubt ist.

Sind beide Elternteile bei Novartis angestellt, kommen laut einem Sprecher Mutter und Vater in den Genuss der bezahlten Auszeit.

2 Kommentare

  1. Darum geht es doch auch nicht, dass man in den Urlaub fährt. Es geht darum die Frauen zu unterstützen, grad wenn vielleicht schon ein Kind da ist. Wochenbett geht by the way 6 Wochen und da sollten die Frauen sich regenerieren von der Geburt. Schon mal eine gehabt? Zudem ist auch für viele Väter eine Bindung zu ihren Kindern wichtig. Und viele verpassen doch einiges, wenn sie nach ein paar Tagen wieder arbeiten gingen. Und man überlege sich mal was das künftig für Auswirkungen hat bei Bewerbungen bei Novartis. Da macht es keinen Sinn mehr eine Frau im “gefährlichen” Alter zu benachteiligen, weil man Angst hat, dass sie bald Nachwuchs bekommt. Weil ein potentieller Mann im “gefährlichen” Alter würde ja ebenfalls ausfallen. Somit wäre das ein Riesenschritt zur Gleichberechtigung!!!Report

  2. Finde ich einfach nicht nötig, die Väter könnten doch normalen Urlaub nehmen, weil so kurz nach eine Geburt kann man ege nicht in den Urlaub fahren mit so einem kleine Baby.Report

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