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Beitrag in den Telebasel News vom 13. März 2019.

Basel

«Wir bedauern es sehr»

Schon wieder: Ein Pferd stürzte am Cortège vom Mittwoch. Das Fasnachts-Comité nahm nun zu den Vorfällen Stellung und bedauert, dass es so weit gekommen ist.

Erneut ist es am Cortège zu einem Zwischenfall mit einem Pferd gekommen. Ein Pferd der Chaise Lämpelyysi stolperte und stürzte am Steinenberg, direkt vor dem Stand des Fasnachts-Comités. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich schon am Montag. Telebasel berichtete. 

«Wir bedauern es natürlich sehr, dass das schon wieder passiert ist wie am Montag», sagte Comité- Obfrau Pia Inderbitzin gegenüber Telebasel.

Demo vor dem Cortège

Auch am Mittwoch demonstrierten Tierschützer des Vereins «Tiere in Not» vor dem Cortège für eine Fasnacht ohne Tierleid. Allen voran Olivier Bieli. Für ihn war schon der Unfall am Montag eine Bestätigung für das Vorhaben der Demonstrierenden. «Der Unfall vom Montag war ein trauriges Ereignis, doch das bekräftigt uns in unserer Arbeit», sagt Bieli vor der Demonstration.

Es sei Zeit, dass Tiere an der Fasnacht nicht mehr mitmachen müssten. «Es ist zu gefährlich für die Tiere, für die Zuschauer und die ganzen Binggis, die immer zuvorderst stehen» argumentiert Oliovier Bieli.

Gemischte Gefühle

Eine Umfrage von Telebasel bei Passanten, die an der Demo vorbeigingen, zeigt ein durchmischtes Bild. «Ich kann beide Seiten verstehen», sagt etwa Frank Baumann. «Man müsste eine Mitte finden», führt der Basler weiter aus. Andere verstehen die Aufregung um das Thema nicht. «Ich finde, es gibt Schlimmeres als die Pferde drei Tage lang in der Stadt herumlaufen zu lassen», findet Michael Baumeler aus dem Fürstentum Lichtenstein.

«Auch im Comité sind Leute dagegen»

Auch beim Comité werden anscheinend Stimmen gegen Pferde an der Fasnacht laut. Dies will Olivier Bieli von unabhängigen Quellen in Erfahrung gebracht haben. «Wir haben von zwei unabhängigen Quellen gehört, dass es sogar im Comité Leute gibt, die dagegen sind», sagt Bieli. Genauer ausführen kann der Tierschützer dies jedoch nicht. «Inwiefern diese sich positionieren und durchsetzen können, wissen wir nicht» so der Tierschützer weiter.

«Die Cortège-Route ist sicher»

Die direkt von der Diskussion betroffenen, die Chaisemführer der Basler Fasnacht, widersprechen den Vorwürfen der Tierschützer. «Wir haben keine Sorge vor dem Cortège», sagt Fredy Hess aus Langnau bei Reiden, selber Chaisenführer. «Wir finden die Cortège-Route sicher für die Pferde» betont der Chaisenführer.

Und dennoch stolperte am Mittwoch erneut ein Pferd und ging in die Knie. Kurz darauf wurde es von Telebasel wieder auf der Route gesichtet. Soweit die Aufnahmen zeigen, machte das Tier einen gesunden Eindruck.

(Video: zVg)

6 Kommentare

  1. Diese Chaisen stehen für Vornehmheit und Eleganz braucht man das heute noch an der Fasnacht und in Bssel? Die Fssnacht hat sich verändert viele Touristen die an die Fasnacht stürmen, es ist Lauter geworden ,viele Traktoren sind unterwegs es ist wirklich gefährlich für Mensch und Tier.Ein Pferd ist ein Fluchttier auch nach intensivem training kann kein Mensch 100% sicher gehen das ein Pferd bei alle potentielle gefahren ruig bleibt.Auch sind Menschen , genauer gesagt Tierärzte nicht in der Lage 100% bei einen Tier stress symptome zu messen oder in ein Tier hinnein zu sehen oder zu fühlen. Viele Baustellen Tonnenweise Apfälle das teilweise Benehmen von Zuschauer sind weitere gefahrenquellen. Es ist nicht so, dass es noch keine Unfälle gab in Köln brannte eine Kutsche durch die Pferde galoppierten in die Menge und es gab verlezte die wollten auch nicht darauf verzichten. Muss sowas hier auch geschehen bis ihr mal einsieht dass Pferde nichts mehr an der Fasnacht zu suchen haben.Traditionen hin oder her .Beenden sie für die Fasnacht 2020 endlich den einsatz von Pferdekutschen. Tierwohl und das wohl von Passanten am Strassenrand stehen im Vordergrund.Report

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