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Der Telebasel News Beitrag vom 13. März 2019.
Basel

Ist diese Laterne fremdenfeindlich?

Im Netz sorgt das Sujet der Alten Garde der Alte Stainlemer für Entsetzen. Die Laterne sei fremdenfeindlich. Doch die Meinungen gehen auseinander.

«Was hüt alles im Glaibasel woont, isch laider nümme so wie gwoont», findet die Clique Alti Stainlemer. «Dr Hansli schisst do fascht in d Hose, wenn är das Volgg gseht uf de Stroosse.» Wotsch über dr Claraplatz als goo, muesch fuffzää Sprooche hütt verstoo.» Und am Ende die direkteste Aussage: «Was schyyns sich Mänggi wünsche wurde, nit z vyyl Dirgge, Serbe, Kurde.»

Plaketten-Künstler erzürnt

Damit haben die Alti Stainlemer eine Kontroverse ausgelöst. Der Basler Musiker Marcel Colomb schreibt Klartext: «Kein ironischer Twist, keine kluge Kritik, nur ungeschminkte Fremdenfeindlichkeit.», zitiert ihn die «bz Basel». Ganz anders sieht das Felix Stierli, Obmann der Alten Garde der Alti Stainlemer: «Wir stehen dazu. Es stellt die Ist-Situation im Kleinbasel sauber dar, und diese Situation bewegt die Leute».

Roman Meier, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Alti Stainlemer, sagt: «Stamm und Junge Garde distanzieren sich klar vom Sujet der Alten Garde und jeglicher Form rassistischen Gedankenguts», sagt er gegenüber «20 Minuten».

Absolut kein Verständnis hat auch Tarek Moussalli. Der diesjährige Plakettenkünstler ist Mitglied beim Stammverein der Alti Stainlemer. Gegenüber der «bz Basel» braucht der Basler mit syrischen Wurzeln klare Worte: «Mit diesen Leuten möchte ich nichts zu tun haben. Ich schäme mich!»

Unterschiedliche Meinungen

Und wie reagieren die Leute auf der Gasse? Telebasel hat die Probe aufs Exempel gemacht und auf dem Münsterplatz an der Laternen-Ausstellung bei den Fasnachts-Besuchern direkt nachgefragt.

Die Meinungen gingen auseinander: Für manche hat die Laterne klar eine Grenze überschritten. Das abgebildete entspreche nicht der Wahrheit. «Ich wohne im Kleinbasel und ich fühle mich nie unwohl», sagt ein Fasnächtler im Interview mit Telebasel. Für ihn würde dieser multikulturelle Mix genau den Reiz des Kleinbasels ausmachen.

(Video: Telebasel)

Es gibt aber auch andere Meinungen: «Was sie schreiben stimmt. So ist es heute im Kleinbasel. Die Laterne entspricht der Realität und ich empfinde die Darstellung auch nicht als rassistisch», meint eine andere Besucherin.

7 Kommentare

  1. Diese Ethikproblematiker sind je länger je mehr Spiegelfechter und können Fasnacht und Realleben nicht mehr auseinander halten. Diese Nörgeler und Besserwisser finden immer einen Weg eine Meinung oder andere Meinungen wie ihre an den Pranger zu stellen.Report

  2. Merkt Ihr was abgeht? Wer doch die Fasnacht nicht will kann für diese Tage weggehen. So einfach ist das. Aber Heute ist es soweit das man nicht mal mehr weiss was man an der Fasnacht darf was nicht. Wehe wenn. Jetzt wird wieder über diese Korrekt is geredet Hin und her. Auf und ab. Bestimmt gibts noch mehr, was ja soo unrecht ist. Wartet ab. Geht mir selbst mächtig uf dNerve. Geniesst diese Tage, bevor es losgeht.Report

  3. Ich habe echt Genung von der permanenten Gesinnungsdiktatur von diesen Ethik-Wichtigtuern die uns immer wieder Ihre Agenda aufdrücken. Ich verstehe nicht, warum man man diesen Leuten eigentlich immer wieder Gehör schenkt? Wenn es denn schon unbedingt sein muss, dann doch bitte die restlichen 362 Tagen ausserhalb der Fansacht. Zur Situation in Kleinbasel nur so viel. Meine Fasnacht findet im Grossbasel statt.Report

  4. Nein: Es ist die Ist-Situation, für die älteren Menschen fremdartig, wenn die eigene Sprache im Tram/Laden nicht gesprochen wird – ungewöhnlich! Trotzdem vielfältig und herausfordernd. Da müsste ja auch die Kirche, der Staat/Politiker oder die „Schwabe“ oder der FCB…….sich mokieren und jeder deutsche und franz. Gast sich echauffieren. Nein: Das ist Fasnacht und Demokratie, man darf sagen, was einem auf die Leber drückt.
    Der junge Mensch so unter Druck hält lieber die Schnurre, sonst wird er gemobbt, denn in seiner Schulklasse könnten sein, ne Menge „Gäst“ mit der Faust im Sack. He Schwizer: was sagst…..halt dini Schnurre, susch rupf di, häReport

  5. Ich bin da gleicher Meinung. Es ist schön, im Kinderparadis = Claramatte, das Völkerdurcheinander zu beobachten. Am Claraplatz stören mich eher die Trögeler, Trinker und sonst noch komisches, lautes Volk und da sind eher „unsere“ Leute dabei. Abends wird dieser Platz aber unheimlich.Report

  6. Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen, Frau Werthmüller.
    Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
    Scheeni Fasnacht, sol lange es sie in dieser Form noch gibt, bzw. geben darf.
    Wie heisst es doch beim BREO-Stamm? HALT D‘ SCHNUURE! Passt irgendwie.Report

  7. Fasnacht ist dazu da, dass man sagen kann, wo einem der Schuh drückt. Das ist Realität im Kleinbasel. Wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir es alleReport

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