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Hans Luterbacher erzählt von der Fasnacht beim «Drummledoggter». (Video: Telebasel)

Basel

«Das ist wie ein Boxen-Stop für Trommler»

Wenn Tambouren mit ihren Trommeln ein Problem haben, gehen sie zum «Drummledoggter». Er repariert täglich bis zu 40 Exemplare.

Wenn an der Fasnacht eine Trommel schlapp macht, dann gibt es für die Tambouren eine Adresse, bei der sie Hilfe finden. Bei Trommelbau Schlebach in der Riehentorstrasse wird lädierten «Drummle» geholfen.

Hans Luterbacher ist Trommelbauer und seit Jahren um das Wohl der Basler Trommeln besorgt. Während der Fasnacht kommen er und zwei Kollegen extra von Solothurn und der Ostschweiz nach Basel um in der Werkstatt zu helfen.

«Viele Naturfelle sind kaputtgegangen»

Während der Fasnacht kann einer Trommel viel passieren. Gerade Trommeln mit Naturfell-Bespannung seien heikel bei Wetterschwankungen, erklärt Hans Luterbacher. «Beim feuchten Wetter vom Montag sind viele Naturfelle kaputt gegangen» führt der Solothurner aus.

Nicht nur die Felle der Trommeln können bei wechselhaften Wetterbedingungen leiden, auch die Spannung der Trommel kann nachgeben. «Die Naturmaterialien, wie die Naturfelle oder Hanfseile der Trommeln, sind sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit», so Luterbacher.

«40 Trommeln am Tag»

An den Fasnachtstagen herrscht bei Trommelbau Schlebach Hochbetrieb. Innerhalb weniger Stunden müssen beschädigte Trommeln wieder tauglich gemacht werden. Da kommt an einem Fasnachtstag einiges zusammen. «So im Durchschnitt müssen wir bis 40 Trommeln am Tag reparieren» schätzt Hans Luterbacher.

Die Mitarbeiter in der Werkstatt arbeiten alle auf Hochtouren, damit die Tambouren nicht lange auf ihre Instrumente verzichten müssen. «Je nach Schaden reparieren wir eine Trommel innerhalb von zwei Stunden», erzählt der Trommelbauer. «Das ist dann fast wie ein Boxen-Stop für Trommler», erzählt er lachend weiter.

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