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Der Telebasel News-Beitrag vom 12. März 2019.

Basel

«Die Pferde waren nicht sediert»

Während des Cortèges am Montag ist beim Bankverein das Pferd Divina zusammengebrochen. Auch am Fasnachtsdienstag wird noch heftig über den Vorfall diskutiert.

Zu reden gegeben hat ein Zwischenfall, der sich am Fasnachtsmontag während des Cortèges ereignet hatte. Ein Pferd, das eine Chaise gezogen hatte, war am Steinenberg auf einer Steinplatte ausgerutscht und gestürzt.

Das Pferd namens Divina konnte erst wieder aufstehen, nachdem es Helfer von der rutschigen Stahlplatte weggezogen hatten, teilte das Fasnachts-Comité am Dienstag in einer Mitteilung mit.

Für den zweiten Cortège am Mittwoch sucht das Comité nun nach einer Lösung, damit die Pferde die rutschige Stelle nicht mehr passieren müssen.

«Die Pferde waren nicht sediert»

Das Pferd habe mit Ausnahme einer kleinen Schürfung keine Verletzungen erlitten und auch keine Stresssymptome gezeigt, hielt das Fasnachts-Comité unter Berufung auf eine sofort eingeleitete ärztliche Untersuchung fest.

Behauptungen, dem verunglückten Pferd seien Beruhigungsmittel oder Medikamente verabreicht worden, wies das Fasnachts-Comité von sich. Auch den Besitzer von Divina machen diese Vorwürfe wütend. «Die Pferde waren nicht sediert, die laufen auch an der Fasnacht in Zürich und leiden überhaupt nicht unter Aufregung», sagt Guido Isler.

Fasnacht ohne Tierleid

Olivier Bieli, Kampagnenleiter «Für eine Basler Fasnacht ohne Tierleid» zeigt sich empört über den Vorfall. «Man sieht ein Mal mehr, wie gefährlich so ein Umzug für die betroffenen Tiere sein kann», sagt er.

In einer Mitteilung fordert er, dass schon ab Mittwoch keine Chaisen mehr am Cortège dabei sind. Falls das Fasnachts-Comité auf den Einsatz der Tiere bestehe, fordern die Tierschützer, dass alle Tiere jeweils vor den Umzügen von einer Fachperson auf Tauglichkeit untersucht werden und Blutproben genommen werden.

Ausserdem fordert Olivier Bieli den Einsatz von Tierärzten, sowie einem Team der Grosstierrettung vor Ort für Notfälle. Ob das Pferd Divina am Mittwoch am Cortège mit dabei sein wird, ist noch nicht klar.

«Wir haben so etwas noch nie erlebt»

Mary Pfeffer und ihr Mann Ruedi sassen zum Zeitpunk des Sturzes in der Chaise, die von Divina gezogen wurde. «Wir waren ganz durcheinander im Moment, wir haben so etwas noch nie erlebt.»

Das Pferd habe versucht, wieder aufzustehen, rutschte jedoch immer wieder aus. «Das Pferd ist auf diesen Stahlplatten, wenn es aufstehen wollte, immer wieder ausgerutscht. Man musste es auf den Asphalt bringen, damit es überhaupt Halt hatte», so Ruedi Pfeffer.

10 Kommentare

  1. Ich frage mich schon in welcher Welt wir leben. Nichts anderes zu tun als sich um Tiere an der Fasnacht zu Sorgen, obwohl da alles überwacht wird, sich über Cliquennamen zu empören die es schon gab bevor irgendwelche Grünschnabel überhaupt wussten das es Fasnacht gibt. Und das schlimme daran ist, Leute melden dich die nicht mal eine Ahnung von Fasnacht und Tradition haben. Wir haben echt keine anderen Probleme!
    Aber Hauptsache der Gewinn stimmt!
    Wenn wir so weiter machen, laufen wir bald alle nur noch in Seiden Unterhosen durch die Welt.Report

  2. Es get hier nicht um den Grund warum wieso ob Blätter oder nicht
    TIERE GEHÖREN NICHT AN DIE FASNACHT!!!
    Man muss an das Tier denken und nicht an Tradition und es wahr immer
    So. Zum Glück ist noch Keins Durchgebrant durch die Menschenmenge unvorstellbar Tiere Können unberechenbar Bar Reagieren.Report

  3. Menschen die diese ” Tradition ” Unterstützen sind leider keine Tierfreunde. Solche ” Menschen ” können auch nicht Menschen umgehen beziehungsweise lieben…auf eine Fasnacht im kommenden Jahr ohne Chaise!!!!
    Vielen Dank für die Umsetzung.Report

  4. Die Leute heutzutage denken einfach nicht nach. Seid Ihr noch nie Ausgerutscht oder gestolpert, Tiere könne das auch, für die dies nicht wissen. Das Pferd wahr nicht Sediert die Tieren kennen diese Geräusche oder habt Ihr Angst vor Sprechenden Menschen. Bitte die Leute die von Tieren (hier jetzt Pferde) keine Ahnung einfach den Mund halten, Ihr habt sowieso kein nützliches wissen also Bitte erspart uns das.Report

  5. Michel Brunner
    Leider geht die Menschlich vernuft immer mehr verloren.
    Ich könnte mehrer Themen aufzählen, doch ein Punkt ist, dass trotz vieler Aufklärung durch die Medien und Tierschutz. Werden leider immer noch aus reinem Profit Tiere misshandelt oder unartgerecht gehalten was ich leider nie verstehen werde ….
    Aus diesen Gründen bin ich auch dafür, dass Tiere insbesondere Pferde an einer Fasnacht nichts zu suchen haben.
    Vielen Dank für die Umsetzung für die kommende Fasnacht…Report

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