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Der Telebasel News-Beitrag vom 9. März 2019.

Basel

Ein spezielles Problem von Personalmangel

Das Basler Papiermuseum rechnet, dass ihm in einigen Jahren die Fachkräfte fehlen, um die alten Maschinen zu bedienen.

Das Basler Papiermuseum ist wohl unter den Museen das beliebteste. Seine Besonderheit machen die Fachleute aus, die den Besuchern altes Handwerk erklären und alte Druckmaschinen bedienen können.

Zudem können Kinder selbst mitwirken, wenn Papier geschöpft, bedruckt, bemalt oder mit alten Schreibinstrumenten beschrieben wird. Für das pädagogische Konzept hat das Papiermuseum mehrere Preise erhalten. Etwa 40’000 Besucher zählt die Besucher-Statistik auf.

Fachwissen droht verloren zu gehen

Dem Museum droht nun eine ungewöhnliche Gefahr: Die Fachleute, welche die historischen Maschinen und das alte Handwerk der Drucker und Setzer beherrschen, werden in wenigen Jahren pensioniert.

Am liebsten würde das Museum neue Leute ausbilden, doch dafür fehlt das Geld. 1,6 Millionen Franken kostet der Betrieb jährlich. Etwa die Hälfte des Betrags steuern die Kantone Basel-Stadt (260’000 Franken) und Baselland (50’000 Franken) sowie die Christoph Merian-Stiftung (CMS) bei (315’000 Franken) bei. Etwas mehr als die Hälfte der Betriebskosten deckt das Museum mit eigenen Produktionen und Verkäufen.

Papiermuseum in Finanznot

Mindesten 100’000 Franken fehlten dem Museum, sagt Britta Graf, Co-Leiterin des Papiermuseums. Schon jetzt fehle Personal. Deshalb habe das Museum einige Attraktionen zeitlich beschränken müssen.

Den Personalmangel könnten auch die rund 20 Freiwilligen nicht füllen, sagt Britta Graf. Das Museum hofft nun auf Drittmittel, um mehr Personal einzustellen und neue Fachkräfte auszubilden, die auch in 20 Jahren die alten Maschinen reparieren und vorführen können. Sonst droht dem Papiermuseum, was viele Museen langweilig macht: Sie stellen nur noch unbelebte Objekte aus.

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