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(Video: Telebasel)

Basel

Morgestraich-Lied brachte Fasnächtler zum Weinen

Das Chanson war ein Publikumshit beim «Läggerli». Bald kommt er sogar ins Studio. Hier ist er als Einstimmung auf die Fasnacht nochmals in voller Länge.

«Denn bald isch Morgestraich, ganz Basel isch im Fieber». In wenigen Zeilen bringt Priska Caccivio die Gänsehaut-Stimmung während der schlaflosen Nacht vor dem Vieruhrschlag auf den Punkt. «Als ich das Lied zum ersten Mal sang, hatten manche Leute Tränen in den Augen». Der Sängerin bleibt dieser Moment gut in Erinnerung.

Die diesjährige Vorfasnacht hat uns somit gleich zwei Lieder beschert, welche die Vorfreude auf die «drey scheenschte Dääg» poetisch beschreiben. Da wäre «Mini Cliq» von Brandhärd aus dem «Menü Süürpryys». In diesem Rap mit Trommeln und Piccolos nimmt ein Fasnächtler Abschied von seinem «Miggeli», um sich während drei Tagen Frau Fasnacht hinzugeben. Dieses Stück ist hier zu hören und schaffte es bereits in Studio.

Almi kündigt Studio-Aufnahme an

Auf dem Weg dorthin ist auch das zweite Stück mit lokalem Gassenhauer-Potenzial: Das besagte Chanson von Priska Caccivio und Urs Rudin. Deren Morgestraich-Lied wurde fürs «Läggerli» geschrieben, der neuen Vorfasnachts-Veranstaltung von Patrick Allmandinger alias Almi. Auch beim Telebasel-Vorfasnachtsquerschnitt ist es als Ausklang zu hören.

Wie Almi gegenüber Telebasel ankündigt, plant er nach der Fasnacht Studioaufnahmen dieses Liedes. Vorher steht aber noch der Morgestraich an. Eine gute Gelegenheit also, das Lied als Einstimmung nochmals in voller Länge zu hören – siehe Video oben.

Das Kribbeln im Bauch

Priska Caccivio, die sowohl als Schauspielerin wie auch als Sängerin, Pfyfferin und Bangg auf der Bühne steht, verfasste zuerst den Text. «Ich habe ihn innerhalb von drei Stunden geschrieben», sagt sie gegenüber Telebasel.

Urs Rudin, bekannt als Musiker und Sandmaler, erweckte dann das Morgestraich-Lied mit einer Melodie zum Leben. Das Ensemble habe zum Schluss noch etwas Pathetisches gewünscht, eine Art Hymne. Erst war die Idee im Raum, ein bestehendes Lied umzutexten. «Das fand ich aber etwas billig und wollte lieber selber eines schreiben», sagt Urs Rudin gegenüber Telebasel.

So kam es, dass er an einer Melodie für Priska Caccivios Worte feilte. «Ich wollte die Stimmung des Textes wiedergeben», sagt Rudin. Besonders der Mittelteil des Liedes soll das Kribbeln im Bauch und die steigende Spannung vor dem Morgestraich zum Ausdruck bringen. «Es muss ein Lied sein, das berührt», sagte sich Urs Rudin.

Offensichtlich gelang ihm das auch. Bei der «Läggerli»-Premiere applaudierte das Publikum, als nach den Lachern auch ruhigere Töne angeschlagen wurden. «Manche Leute verliessen nach der Vorstellung weinend den Saal», erinnert sich Almi.

Sängerin plant Fasnachts-CD

Wann der Song aufgezeichnet wird und was das «Läggerli»-Ensemble damit vorhat, ist noch nicht klar. Priska Caccivio kann sich aber gut vorstellen, das Lied auch bei einer anderen Gelegenheiten zu singen.

In ihren Augen würde etwa der Fasnachtsgottesdienst in der Elisabethenkirche gut dazu passen. Das Morgestraich-Lied wird wohl auch nicht das letzte Stück von Caccivio sein. Ganz im Stil der Sängerin Colette Greder schwebt ihr ein weiteres Projekt vor. «Ich spiele mit dem Gedanken, eine ganze CD mit Fasnachtsliedern herauszubringen.»

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