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Der Telebasel News-Beitrag vom 6. März 2019.

Region

Fricktaler Crevetten kommen auf den Markt

Die Crevetten der SwissShrimp AG sind bald bereit für den Verkauf. Mitte April sollen die ersten Meerestiere aus dem Fricktal in den Regalen stehen.

Die Idee entstand in den Ferien an einem thailändischen Strand. So staunten Viele, als die SwissShrimp AG vor rund vier Jahren ihre Pläne publik machte. In der Nähe der Salinen, etwas ausserhalb von Rheinfelden, soll eine Crevetten-Zucht entstehen, weit weg vom Meer.

Gesagt getan: Rund 12,5 Millionen Franken investierte die Rheinfelder Firma in das Projekt. Mit nochmals soviel Geld erstellte die Schweizerische Salinen AG die Halle, in der sich SwissShrip einmietete. Nun ist die erste Generation Crevetten so gut wie bereit für den Vertrieb.

320’000 Crevetten

«Die erste Generation ist im Durchschnitt schon zirka zehn Zentimeter lang und wiegt rund zwölf Gramm pro Stück», erklärt Geschäftsführer Rafael Waber. Momentan seien vier von 16 Becken mit Tieren gefüllt. In den anderen läuft die Meerwasser-Aufbereitung. Bei Vollbetrieb sollen in der Farm ungefähr von 320’000 Crevetten leben.

Ab kommendem Herbst soll die Anlage dann den Vollbetrieb aufnehmen. So könnten bis zu 60 Tonnen Crevetten pro Jahr produziert werden. Ausgangspunkt dafür sind jährlich 15 Kilo Larven. Die Crevetten würden zu Beginn vor allem im regionalen Detailhandel und Restaurants angeboten.

Produktion ohne Antibiotika

Die Crevetten der SwissShrimp AG seien frisch und würden ohne Antibiotika produziert, ausserdem könne man die Produzenten persönlich kennenlernen. Dadurch seien die Produkte auch etwas teurer als bei der Konkurrenz, führt Rafael Waber weiter aus.

Man nehme aber das Thema Tierhaltung sehr ernst. Zwar, so kritisieren Tierschützer, etwa von FairFish, dass in der Schweizerischen Tierschutzverordnung noch gar keine Bestimmungen für Crevetten enthalten sind. Insofern sei gar nicht klar, was tiergerechte Haltung für Crevetten bedeute.

Doch die SwissShrimp AG behandle ihre Energiebilanz sehr bewusst. So stamme dank der Partnerschaft mit der Saline etwa 80 Prozent des Salzes fürs künstliche Meerwasser aus Rheinfelden. Und dank der Abwärme des Salzgewinnungsprozesses der Saline könne die Halle sehr ressourcenarm beheizt werden – müssen doch konstant 30 Grad Luft- und 28 Grad Wassertemperatur herrschen.

Auch das Ende des Produktionsprozesses, der mit der Tötung der Tiere endet, gehe SwissShrimp gewissenhaft an. So liesse man die Crevetten nicht ersticken, sondern töte sie durch ein Bad in eiskaltem Wasser, ohne dass sie gefrieren. «Diese Methode ist von Tierschutzorganisationen anerkannt», erklärt Rafael Waber.

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