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Der Telebasel News-Beitrag vom 4. März 2019.

Baselland

«Wir leiden alle mit»

Nach dem tödlichen Unfall am Fasnachtsumzug in Liesberg laufen die Ermittlungen. Das Dorf Liesberg steht nach dem Unglück unter Schock.

Die Betroffenheit am Tag nach dem Unfall in Liesberg ist gross. Das ganze Dorf trauert um den verstorbenen 40-Jährigen. So auch Natalia Biri aus Liesberg. Wie viele der Dorfbewohner kann sie noch nicht richtig fassen, was geschehen ist. «Wir haben ihn gekannt. Die ganze Clique, das ganze Dorf war da und viele haben es mitbekommen», sagt Bieri gegenüber Telebasel. Ganz Liesberg trauert mit den Angehörigen sagt Bieri weiter. «Von uns allen, herzliches Beileid an die Familie, Verwandte, Bekannte. Wir sind dabei und leiden mit», so Bieri.

Behörden ermitteln

Die Behörden ermitteln nach dem tödlichen Unfall am Fasnachts-Umzug in Liesberg, wie es zum Unglück kommen konnte. Klar ist, dass der 40-jährige Fasnächtler Kopfverletzungen erlitt und diesen erlag. Die Konstruktion des Gefährts, von dem der Fasnächtler stürzte, wird noch genauer unter die Lupe genommen.

An Drehkreuz befestigt gewesen

Der Verunfallte war einer von vier Fasnächtlern, die an einem vierarmigen metallenen Drehkreuz auf jenem Wagen mittels Klettergurt und Seil befestigt waren. «Ich war auf der anderen Seite des Wagens, als es passierte», sagt Gemeindepräsident Markus Wackernagel gegenüber «20 Minuten». Die Männer seien erfahren und professionell gesichert gewesen.

Warum diese Befestigung am Sonntag nicht hielt, werde nun untersucht, hiess es am Montag bei der Polizei. Die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung stünden noch aus.

Grosse Betroffenheit in Liesberg

«Es ist extrem emotional, vor allem für eine Gemeinde, in der jeder jeden kennt», so Markus Wackernagel zu «20 Minuten». Liesberg hat knapp über 1’100 Einwohner. Die Bevölkerung sei unglaublich betroffen.

Der Mann war kurz nach 15:30 Uhr am Nachmittag aus einer Höhe von drei bis vier Metern auf die Strasse gefallen. Er starb trotz sofortiger Reanimationsversuche noch am Unfallort. Nach dem Unfall wurde der Liesberger Fasnachts-Umzug abgebrochen.

Der letzte Todesfall an einem Baselbieter Fasnachtsanlass geschah im Vorjahr in Reinach. Damals brach ein Mitglied einer Guggenmusik bei einem Konzern auf der Bühne zusammen; er starb am Folgetag.

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