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Der Telebasel News-Beitrag vom 3. März 2019.

Basel

Kunst lockte mehr als Sonne

Das Kunstmuseum zeigt nur einen einzigen Sonntag lang die sieben Bilder, die es von der Christoph Merian Stiftung geschenkt erhielt.

Die Sammlung des Kunstmuseums Basel erhielt wertvollen Zuwachs: Die Christoph Merian Stiftung (CMS) schenkt dem Kunstmuseum sieben Meisterwerke, darunter drei von Pablo Picasso. Der Versicherungswert der Schenkung beträgt über 20 Millionen Franken. Am Sonntag 3. März 2019 zeigte das Museum die sieben Werke einen einzigen Tag lang. Aus diesem Grund kamen deutlich mehr Besucher als sonst – trotz des schön sonnigen Wetters.

Gegenüber Telebasel sagt das Kunstmuseum, es sei leider nicht möglich, die Bilder länger als einen Tag der Öffentlichkeit zu zeigen. Die geschenkten Werke müssen noch restauriert und deren Herkunft genauer abgeklärt werden.

CMS gibt Erbschaft an Museum

Die Bilder stammen aus einem Nachlass, den die CMS im vergangenen Jahr erhalten hatte. Das Basler Ehepaar Frank und Alma Probst-Lauber hatte die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt und ihr sein Vermögen von 120 Millionen Franken überlassen – dies mit der Absicht, das in Basel erwirtschaftete Geld der Stadt Basel zu Gute kommen zu lassen.

Danach beschloss die Stiftungskommission der CMS, sieben Meisterwerke aus dem Nachlass der Probsts dem Kunstmuseum und damit der Öffentlichkeit zukommen zu lassen. Nach Überzeugung der Stiftung entspricht sie mit dieser Schenkung dem Wunsch des Stifterpaars.

Alma Probst-Lauber habe die Kunst geliebt und auch viel davon verstanden, sagte Lukas Faesch, Präsident der Stiftungskommission der CMS, vor den Medien. Täglich habe sie oft während Stunden die Bilder betrachtet. Kurz vor ihrem Tod 2017 habe sie gesagt: «Machen Sie das Beste daraus». Ein Verkauf der Sammlung sei für die CMS nicht in Frage gekommen, sagte Faesch.

Von Ernst Beyeler erworben

Erworben hatte das Ehepaar die sieben Werke seinerzeit beim bekannten Basler Galeristen Ernst Beyeler. Die Bilder, die sich in einem ausgezeichneten Zustand befinden, ergänzen die Sammlung des Kunstmuseums laut Museumsdirektor Josef Helfenstein in geradezu magistraler Weise.

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