Erziehungsdirektor Conradin Cramer unterhält sich in der Pause mit einer Gruppe von Schülern. (Bild: Instagram/conradin_cramer)

Basel

Wettschulden beglichen: Cramer macht Pausenaufsicht

Erziehungsdirektor Conradin Cramer liess sich an der letzten Gesamtkonferenz der Lehrpersonen auf eine Wette ein. Am Mittwoch beglich er die letzte Schuld.

Der Erziehungsdirektor höchstpersönlich übernahm am Mittwoch an der Sekundarschule Leonhard in der Pause die Aufsicht der Schüler. «Harte Arbeit», die sich Conradin Cramer Anfang Jahr mit einer Wette gleich selber eingebrockt hat. Mit der Pausenaufsicht sind seine Wettschulden nun beglichen.

Wetten dass …? an der Lehrerkonferenz

Der Auslöser der Wette erinnert an die abgesetzte Samstagabend-Show «Wetten dass …?». Aber was war geschehen? Auf Anfrage beim Erziehungsdepartement heisst es, dass es an der letztjährigen Gesamtkonferenz der Lehrpersonen eine Wette gegeben habe: «Conradin Cramer holte drei Lehrpersonen auf die Bühne, durfte ihnen nur eine bestimmte Anzahl an Fragen stellen und musste anschliessend einen Tipp abgeben, welchen Beruf die Lehrperson ausübte (zum Beispiel Primarschule, Tagesstruktur, Franzilehrer an der Sekundar etc.).»

Die Fragen seien zwar gut, ja sie wären sogar dem «Scharfsinn eines Sherlock Holmes würdig gewesen». Doch dem Departementsvorsteher sei es nicht gelungen, sämtliche Berufe richtig zu erraten. Die Konsequenz: Wette verloren!

#wettschuldensindehrenschulden

Wer vor über 2500 Lehrerinnen und Lehrern eine Wette eingeht, tut gut daran, die daraus resultierenden Schulden auch zu begleichen. #wettschuldensindehrenschulden – mit diesem Hashtag löste Cramer jeweils seine Wettschulden mit einem Beweisbild auf Instagram ein.

Cramer verpflichtete sich im Falle einer verlorenen Wette zu folgenden drei Einsätzen im Schuljahr 2018/19:

  1. In einer Tagesstruktur bei der Vorbereitung des Mittagessens mithelfen.
  2. Eine Schulstunde an einer Mittelschule unterrichten.
  3. Einmal Lehrpersonen bei der Pausenaufsicht helfen.

Pausenaufsicht – check!

«Der Einsatz als Pausenaufsicht war ganz schön harte Arbeit. Es ist nicht einfach, bei Hunderten von Schülerinnen und Schülern die Übersicht zu behalten. Zum Glück wurde ich dabei von Lehrpersonen unterstützt. Und zum Glück haben die Schülerinnen und Schüler keine Berührungsängste gezeigt, und ich konnte ein paar interessante Gespräche führen», sagte Cramer am Mittwoch nach getaner Arbeit auf dem Pausenplatz.

Laut Cramers Sprecher Simon Thiriet ist mit dem Einsatz an der Front der letzte Wetteinsatz erfüllt. Und tatsächlich: Bereits vor einem Monat hatte Cramer einen Teil seines Wetteinsatzes eingelöst. Er half bei den Vorbereitungen des Mittagsmenüs in der Primarschule Kleinhüningen mit. Den Beweis gab es auch auf Instagram:

Bei der Vorbereitung eines Mittagessens mithelfen – check!

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#wettschuldensindehrenschulden #gemüse #sparschäler

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Ob denn Cramer auch eine Schulstunde an einer Mittelschule unterrichtete, wie es sein Einsatz versprach, bleibt uns sein Instagram-Account schuldig.

Doch eines ist klar: Der Erziehungsdirektor nahm sich für das Einlösen seiner Wettschulden reichlich Zeit. Denn bereits in einem Monat wird er sich an der Gesamtkonferenz der Lehrpersonen erneut vor alle Basler Lehrerinnen und Lehrer stellen. Ob er dann mit einer neuen Saal-Wette à la «Wetten, dass …?» auffährt, ist noch nicht bekannt.

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