(Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Bundesrat gegen Armee-Orientierungstag für Frauen

Der Bundesrat will den Orientierungstag der Armee für Frauen nicht obligatorisch machen. Dafür wäre eine Verfassungsänderung nötig.

Der Bundesrat lehnt daher eine Motion von Nationalrätin Yvette Estermann (SVP/LU) ab. Sie fordert einen obligatorischen Orientierungstag für Frauen. Eine Verfassungsänderung will der Bundesrat dann in Erwägung ziehen, wenn Klarheit über das künftige Dienstmodell besteht, wie er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme schreibt.

Die Idee ist nicht neu. Nachdem eine Expertengruppe das heutige Dienstpflichtmodell unter die Lupe genommen hatte, schlug der damalige Verteidigungsminister Guy Parmelin einen obligatorischen Armee-Orientierungstag für junge Frauen vor. Wegen des Aufwands, der mit einer Verfassungsänderung verbunden ist, sprachen sich die Kantone aber dagegen aus. Die Arbeiten wurden Mitte 2018 eingestellt.

Estermann gibt sich davon unbeeindruckt. Sie kritisiert, dass junge Männer für den Anlass einen freien Tag bekommen. Frauen, die freiwillig am Orientierungstag teilnehmen wollten, müssten oft einen Ferientag beziehen. Dadurch seien sie auf den guten Willen ihrer Vorgesetzten angewiesen. Der Bundesrat hält in seiner Antwort fest, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, auch freiwillig teilnehmenden Frauen für diesen Tag Lohn zu zahlen.

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