Werner Widmer tritt als VR-Präsident des Kantonsspitals Baselland zurück. (Archivbild: Keystone)

Baselland

VR-Präsident des Kantonsspitals Baselland Widmer tritt zurück

Nach der Ablehnung der Fusion der öffentlichen Spitäler beider Basel tritt der Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baselland Werner Widmer zurück.

Verwaltungsrätin Madeleine Stöckli übernimmt das Präsidium ab März vorübergehend. Mit dem negativen Volksentscheid zum Universitätsspital Nordwest sei eine neue Ausgangslage entstanden, teilte die Baselbieter Regierung am Dienstag mit. Widmer tritt per Ende Februar von seinem Amt zurück. Die Regierung bedaure den Entscheid.

Sein Rücktritt scheint für das Kantonsspitals Baselland (KSBL) und für ihn selber ein guter und richtiger Schritt zu sein, begründet Werner Widmer gemäss Mitteilung den Entscheid. Der 1953 geborene Ökonom war 2014 an die Spitze des Verwaltungsrats gewählt worden.

Ab März wird Madeleine Stöckli die laufenden Geschäfte des Verwaltungsrats des KSBL leiten. Die Regierung hat sie am Dienstag in die Funktion der Präsidentin ad interim gewählt. Stöckli werde den laufenden Strategieprozess zur Neuausrichtung des KSBL weiterführen. Die Pharmazeutin und Ökonomin ist seit 2016 Mitglied des Verwaltungsrats.

Noch sieben VR-Mitglieder

Per sofort aus dem bislang neunköpfigen Verwaltungsrat scheidet im Weiteren Jacqueline Martin aus. Die Leiterin des Ressorts Pflege des Universitätsspitals Basel (USB) hatte dem Gremium seit 2014 angehört.

Die ordentliche Amtsdauer des KSBL-Verwaltungsrats dauert noch bis Ende Jahr. Ob bis zur ordentlichen Gesamterneuerungswahl weitere personelle Anpassungen erfolgen, will die Regierung bis spätestens April entschieden. Gemäss dem kantonalen Spitalgesetz muss der Verwaltungsrat aus sieben bis neun Mitgliedern bestehen.

Die Fusion des KSBL mit dem USB zur Universitätsspital Nordwest AG war am 10. Februar an der Urne gescheitert. Im Baselbiet wurde der Fusionsvertrag zwar mit 66,6 Prozent Ja-Stimmen angenommen, im Stadtkanton dagegen mit fast 56 Prozent Nein-Stimmenanteil klar verworfen.

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