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Der Telebasel News-Beitrag vom 26. Februar 2019.

Basel

Ozeanium: Der Zolli hat keinen Plan B

Am 19. Mai entscheidet das Basler Stimmvolk über das geplante Ozeanium des Zoos Basel. Wird das Projekt abgelehnt, hat der Zolli keine Alternative in petto.

Mit dem Ozeanium möchte der Zoo Basel wachsen und einen Beitrag zu Bildung und Forschung beitragen. Das geplante Bau-Projekt zum Ozeanium ist aber noch lange nicht in Stein gemeisselt. Bevor gebaut werden kann, muss die Bevölkerung am 19. Mai 2019 über den Bebauungsplan der Heuwaage abstimmen. Wird dieser an der Urne abgelehnt, kommt auch das Ozeanium nicht zustande.

Kein Plan B vorhanden

Sollte das Millionen-Projekt des Zollis von der Stimmbevölkerung abgelehnt werden, hat der Zoo Basel keinen Plan B. «Einen Plan B als solchen gibt es nicht. Es ist schon alleine aufgrund der Grössenordnung nicht möglich, das Projekt an einem anderen Standort als der Heuwaage zu machen», sagt Zolli-Verwaltungsrat Jean-Nicolas Fahrenberg.

Ein Nein an der Urne hätte nicht nur für den Zoo Basel Auswirkungen. Die ganze Bebauung der Heuwaage müsste dann neu verhandelt werden. «Ein Nein hätte dann als Folge, dass der Bebauungsplan nicht mehr gültig ist. Das heisst in den nächsten fünf bis fünfzehn Jahren würde an der Heuwaage nichts gehen», erklärt Olivier Pagan, Direktor des Zoos Basel.

Konkurrenz steht bereit

Wenn der Zolli das Ozeanium nicht bauen kann, würde es wohl nicht lange gehen, bis ein anderer Investor sich eines ähnlichen Projekts annähme. «Das könnte ein kommerziell orientierter Investor sein, der so ein Projekt im Zusammenhang mit einer Kette aufbaut. Der wird sich aber eher gewinnorientiert ausrichten, und nicht wie wir wissenschaftlich- und bildungsorientiert», sagt Fahrenberg.

Zur Erinnerung: So soll das Ozeanium an der Heuwaage aussehen

Finanzierung weiterhin unsicher

100 Millionen Franken soll das Bau-Projekt rund um das Ozeanium kosten. 57 Millionen Franken sind schon zusammengekommen, zum grössten Teil aus Spenden. 35 Millionen davon erhält der Zoo Basel allerdings nur, wenn das Ozeanium wirklich gebaut wird.

Die Verantwortlichen sind sich jedoch sicher, dass sie bis zum Baubeginn 2020 die fehlenden Gelder zusammenhaben. Bis 2024 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und Haifische und Co. ins Ozeanium einziehen. Ob es überhaupt so weit kommt, entscheidet sich am 19. Mai 2019.

2 Kommentare

  1. Völli sinnloses Projekt! Nicht nur die Besucherzahlen sind Rückläufig, sondern es erfordert einen separaten Eintrittspreis. Wer in den Zolli kann, muss trotzdem noch einen Zuschlag von über 20 Franken zahlen, um ins Ozeanium zu dürfen. Dies sind sich viele Leute nicht bewusst.Report

  2. Die Erfahrung vom Grossaquarium in Lausanne zeigt: 70’000 weniger Besucher als geplant – in Basel droht also das nächste Steuergeld-Debakel wie beim Erweiterungsbau vom Kunstmuseum und anderen Einrichtungen.
    Auch die Verkehrsführung wird total ausgeklammert – Verkehrskollapt ahoi! Und Korallenfische können nicht in Gefangenschaft gezüchtet werden, der Zoo Basel muss den schon jetzt überfischten Ozeanen also ständig neue Tiere rauben. Erfahrungen aus anderen solchen Projekten zeigen, dass 80% der Fische beim Fang und Transport sterben.
    Solch ein Projekt gehört schlicht den Bach ab!Report

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