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«Green Book» bester Film – Rami Malek bester Schauspieler

«Green Book» ist bei der 91. Oscar-Verleihung in Hollywood überraschend zum besten Film gekürt worden. Der zweite Abräumer ist «Bohemian Rhapsody».

Die Komödie «Green Book» um das Verhältnis zwischen einem schwarzen Pianisten und seinem weissen Fahrer in der Zeit der Rassentrennung in den Südstaaten der USA wurde am Sonntagabend in Hollywood mit dem Hauptpreis geehrt.

«Green Book» von Peter Farrelly setzte sich unter anderem gegen «Bohemian Rhapsody», «Roma» und «Vice» durch. Zuvor hatte «Green Book» bereits in den Kategorien bestes Drehbuch und bester Nebendarsteller von Mahershala Ali triumphiert.

Band Queen auf der Bühne

Mit einem Auftritt der legendären britischen Rockband Queen hatte die 91. Verleihung der Oscars begonnen. Vor der geballten Prominenz der Filmbranche im Dolby Theatre in Hollywood spielte die Band einige ihrer Mega-Hits.

So schallte es unter anderem «We Will Rock You» und «We Are The Champions» in den Saal. Hinter den Musikern war Bandgründer Freddie Mercury auf einer grossen Leinwand eingeblendet. Den Part des 1991 verstorbenen Mercury übernahm der US-Sänger Adam Lambert. Er geht bereits seit 2012 zusammen mit zwei der ursprünglichen Band-Mitglieder auf Tour.

Anlass des Queen-Auftritts war der Film «Bohemian Rhapsody», der von den frühen Jahren der Band und dem Leben von Freddy Mercury, der früh an den Folgen von Aids gestorbenen ist, handelt.

Der US-Schauspieler Rami Malek gewann am Sonntagabend den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller. Er erhielt die Auszeichnung in Hollywood für seine Rolle in dem Film «Bohemian Rhapsody». «Danke an Queen», sagte der 37-Jährige bei Entgegennahme der begehrten Trophäe.

Rami Malek setzte sich gegen Christian Bale («Vice»), Bradley Cooper («A Star Is Born»), Willem Dafoe («At Eternity’s Gate») und Viggo Mortensen («Green Book») durch.

Mehrere Preise

Olivia Colman wurde zudem mit dem Oscar für beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Sie spielte in dem Film «The Favourite» und setzte sich in dieser Kategorie gegen Konkurrentinnen wie Glenn Close und Lady Gaga durch.

Die US-Amerikanerin Regina King ist bei den 91. Oscars gleich zu Beginn als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet worden. Die 48-jährige Afro-Amerikanerin gewann die begehrte Trophäe für ihre Rolle in dem Drama «If Beale Street Could Talk» von Barry Jenkins. Darin spielt sie eine Mutter, die ihre schwangere Tochter mit aller Entschlossenheit unterstützt, und alles dafür tut, deren unschuldig im Gefängnis sitzenden Verlobten wieder frei zu bekommen. Es ist der erste Oscar für Regina King.

Der US-Amerikaner Mahershala Ali gewann den Oscar als bester Nebendarsteller. Der 45-Jährige wurde zudem für seine Leistung in dem Rassismusdrama «Green Book» ausgezeichnet. Es ist bereits der zweite Oscar für Ali: 2017 gewann er mit «Moonlight» die Auszeichnung ebenfalls als bester Nebendarsteller.

Den Oscar für den besten fremdsprachigen Film holte das Werk «Roma» des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón. Der stark autobiographisch geprägte und in Schwarz-Weiss gedrehte Film wurde in Hollywood mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Alfonso Cuarón holte mit «Roma» auch den Preis für die beste Kamera-Arbeit.

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