(Bild: Kanton Basel-Stadt)

Basel

Uni Basel passt Reglement für Belästigungsfälle an

Eine Kommission der Uni Basel tagte zum ersten Mal zum Vorgehen in Sachen sexueller Belästigung. Bis zum Herbstsemester soll das Reglement angepasst werde.

Eine Doktorandin meldete ihren Professor wegen mutmasslicher sexueller Belästigung. Danach wurde seitens Universität Basel sofort eine interne Untersuchung eingeleitet. Über genaue Ergebnisse und Massnahmen wurde die Betroffene nie informiert. Telebasel berichtete. Sie verlangte von der Uni, dass die Kommunikation in solchen Fällen in Zukunft offener gestaltet werden sollte.

Der Telebasel News Beitrag vom 20. Februar 2019.

Am Donnerstag tagte deshalb erstmals eine Kommission «zum Vorgehen in Fällen von sexueller Belästigung». Man sei der Ansicht, dass ein rechtlicher Spielraum vorhanden sei, der es der Universität erlaubt, der Betroffenen beschlossene Massnahmen mitzuteilen. Das schreibt die Universität nach der Sitzung.

Fragen des Persönlichkeitsschutzes klären

Gleichzeitig soll jetzt beim Datenschutzbeauftragten Basel-Stadt ein Rechtsgutachten eingeholt werden. Es wird die Frage des Persönlichkeitsschutzes des Angeschuldigten oder der Angeschuldigten klären und auch die damit verbundene Kommunikation von Massnahmen.

Weiter soll das aktuelle «Reglement über den Schutz vor sexueller Belästigung» überarbeitet werden. Das angestossene Verfahren habe verschiedene Mängel aufgezeigt. Die Änderungen sollen bis spätestens zu Beginn des Herbstsemesters 2019 vorliegen und verabschiedet werden können.

Unmittelbar nach der Kommissionssitzung sei die Betroffene zu einem Gespräch eingeladen worden. Die Doktorandin zeigt sich gegenüber Telebasel erleichtert. «Ich bin sehr froh, es ist ein grosser Schritt für mehr Transparenz», schreibt sie.

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