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Basel

Krankes Büsi aus dem Auto geworfen

Unbekannte schmissen Kater Sébastien auf dem Bruderholz aus dem Auto. Eine aufmerksame Passantin konnte das kranke Tier noch rechtzeitig in die Klinik bringen.

Unglaubliches ereignete sich am Mittwoch Vormittag auf dem Bruderholz: Auf dem morgendlichen Spaziergang mit ihrem Hund sah Maggie Frei, wie eine unbekannte Täterschaft ein krankes Büsi aussetzte. Gegenüber Telebasel schildert sie das schockierende Erlebnis so: Ein Auto kam angerast und bremste plötzlich. Maggie Frei vernahm energische Stimmen und dann passierte es: «Die Scheibe ging runter und es wurde etwas aus dem Fenster geworfen. Dann bemerkte ich, dass es ein Tier ist».

Ein spindeldürrer und blutender Kater lag vor ihr auf der Strasse. Die aufmerksame Spaziergängerin versuchte noch, den Autofahrern zuzurufen. Diese brausten aber in Windeseile davon. Deren Nummernschild konnte Maggie Frei in der ganzen Hektik nicht mehr erkennen.

Happy End für Kater Sébastien noch ungewiss

Sofort brachte Maggie Frei das verletzte Kätzchen in die Tierklinik Basel. Mittlerweile sei der Kater dort unter dem Namen Sébastien bekannt. «Die Katze war extrem unterkühlt», sagt Tierärztin Katharina Grossmann. Das ältere Tier leide unter gefährlichen Verstopfungen. Zudem zog der Kater sich beim ruppigen Rauswurf aus dem Auto Wunden am Oberschenkel zu.

Sofort begannen Katharina Grossmann und ihre Kollegin Cornelia Schwarz damit, den abgemagerten Kater aufzupäppeln. Ob Sébastien durchkommt, ist noch offen. Zwar habe sich seine Körpertemperatur normalisiert, doch über dem Berg ist der Kater noch nicht. Noch müsse man seinen Zustand im Laufe der kommenden ein bis zwei Tage beobachten.

Immer wieder herrenlose Katzen

Tierhalter, die sich auf diese Art ihrer krank gewordenen Lieblinge entledigen, sind keine Alltäglichkeit. «Zum Glück begegnet uns das nicht sehr häufig», sagt Tierärztin Cornelia Schwarz. Dennoch komme es hin und wieder vor, dass Leute gebrechliche oder verletzte Findeltiere ohne Chip bei der Tierklinik vorbeibringen.

Für manche dieser verwaisten Katzen gebe es Hoffnung. «Sobald sie stabil sind und keine medizinische Betreuung mehr brauchen, gehen sie über den Tierschutzbund ins Tierheim und werden dort vermittelt».

Mehr dazu in den Telebasel News vom 21. Feburar 2019 um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr stündlich. 

3 Kommentare

  1. Seelenlose, widerliche Bestien. Ich würde sie gern im Gefängnis sehen. Und das nicht nur für ein paar Tage. Möglichst mit Zwangsarbeit: Tiere unter strengster Aufsicht pflegen. Und die Unterhaltskosten für den eigenen Kater in voller Höhe übernahmen.Report

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