Schweiz

Genfer Autosalon schaltet einen Gang zurück

Der 89. Genfer Autosalon ist der letzte in der bisherigen Form. Gewichtige Absagen aber auch der strukturelle Wandel zwingen die Organisatoren zu Veränderungen.
Der 89. Genfer Autosalon wird der letzte in der bisherigen Form sein. Gewichtige Absagen von Herstellern wie Opel, Volvo, Hyundai und Ford, aber auch der strukturelle Wandel bei den Messen zwingen die Organisatoren zu Veränderungen.

Zwischen 650’000 und 700’000 Besucherinnen und Besucher sowie 10’000 Journalisten werden am diesjährigen Autosalon vom 7. bis 17. März in den Palexpo- Hallen in Genf erwartet. Damit bleibt der Genfer Autosalon weiterhin die grösste Messe der Schweiz.

Kritisierte Dauer

In der aktuellen Form wird die diesjährige Ausgabe allerdings die letzte sein, wie Generaldirektor André Hefti am Dienstag an einer Medienkonferenz bekannt gab. Die markanteste Änderung betrifft die Dauer der Ausstellung. Ab dem Jahr 2020 wird der Autosalon nur noch eine statt zwei Wochen dauern.

«Elf Tage ist für die Zubehörlieferanten und Ausstatter zu lang», sagte Hefti, der das Steuer des Autosalons im Juli an seinen Nachfolger Olivier Rihs übergeben wird. Mit ihm wird es weitere Änderungen geben.

Autosalon-Direktor Andre Hefti (links) mit Olivier Rihs, der heute in Genf als sein Nachfolger vorgestellt wurde. (Bild: Keystone)

Diese haben auch damit zu tun, dass die Zahl der Aussteller seit einigen Jahren rückläufig ist. Dieses Jahr sieht sich der Genfer Autosalon mit mehreren Absagen wichtiger Marken konfrontiert, so von Opel, Volvo, Hyundai, Ford und Jaguar Land Rover.

«Auch wenn wir uns weiterhin als klassischen Autosalon verstehen und dafür geschätzt werden, müssen wir uns weiter entwickeln, indem wir neue Technologien und Trends aufnehmen», sagte der Präsident des Genfer Autosalons, Maurice Turettini.

Alternative Mobilitätsformen

Der Autosalon sollte sich in Richtung einer Messe für Mobilität entwickeln, regte François Launaz, Präsident der Schweizer Auto-Importeure, an. Die Organisatoren müssten der Entwicklung noch stärker Rechnung tragen, dass Elektroautos, Hybridfahrzeuge und Fahrzeuge mit alternativen Antriebsformen einen eigentlichen Höhenflug (2018: +23 Prozent) erlebten.

Turettini erinnerte daran, dass der Genfer Autosalon umweltfreundlichen und sparsamen Wagen seit mehreren Jahren ein spezielles Augenmerk schenkt. Dieses Jahr werden sich von insgesamt 180 Ausstellern 34 zum ersten Mal in Genf präsentieren.

Zudem künden die Organisatoren 94 Welt- oder Europapremieren an. Auch Schweizer Marken werden vertreten sein, darunter die Firma Kyburz, welche für die Schweizer Post Zustellfahrzeuge mit Elektromotoren entwickelt hat.

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