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Der Telebasel News-Beitrag vom 17. Februar 2019.

Basel

«Es ist sehr traurig»

Nach 102 Jahren schliesst die Mutter aller Messen für immer ihre Tore. Die muba hinterlässt bei den Standbetreibern eine Lücke – und zum Teil auch Wut im Bauch.

Es ist ein Gedränge. Jeder will ihr Tschüss sagen, der letzten muba. Die Verbundenheit der Stadt mit ihrer Mutter aller Messen hat in den letzten Tagen auch muba-Leiter Daniel Nussbaumer gespürt. «Jeder Besucher hat seine eigene muba-Geschichte und seine eigene Verbundenheit mit der Messe. Und das ist unglaublich, was man hier für Geschichten hört, aber auch Reaktionen erhält. Von Freude, die man teilt, aber auch von Wut, die man ausdrückt.»

Eine, die die muba bestens kennt, ist Claudia Haag. Sie kommt seit 35 Jahren jedes Jahr an die muba. Dementsprechend tief ist ihre Verbundenheit mit der Messe. «Ich habe hier meine Kinder gestillt. Ich habe so eine lange Zeit hier an verschiedenen Ständen gewirkt. Ich finde es schade, dass es nicht mehr ist. Es ist sehr traurig.»

Messepreise waren hoch

Ein Grund für das Aus sieht Claudia Haag in den steigenden Preisen der Messe. «Die steigenden Messepreise können sich die meisten Aussteller nicht mehr leisten. Wir mussten sehr viele verabschieden, die wir an anderen Messen noch sehen», sagt sie enttäuscht.

Sie aber hofft, dass es etwas neues gibt. Einige Standbetreiber haben sich zusammengetan und überlegen sich, wie sie eine Art muba weiterführen könnten. Diesen Wunsch hat auch die muba-Leitung schon lange gespürt. «Das nehmen wir natürlich gerne entgegen und geben das auch gerne weiter», sagt Daniel Nussbaumer.

Sicher ist aber: So schnell wird es keinen Ersatz für die muba geben. Das Team löst sich auf und arbeitet keine neuen Messe-Konzepte aus.

Weitere Berichterstattung wie zum Beispiel die schönsten muba-Erinnerungen von Gilles Tschudi und Baschi finden Sie in unserem muba-Ticker.

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