Wird die Muttenzerkurve bald anders aussehen? Bernhard Burgener will eine Tribüne wie in Dortmund. (Archivbild: Keystone)

Basel

Burgener will auch die Muttenzerkurve umbauen

Die Pläne von Bernhard Burgener für den St. Jakob-Park erhitzen die Gemüter. Doch das ist erst der Anfang der geplanten Veränderungen.

Das Stadion sei zu gross. So die Aussage von FCB-Präsident Bernhard Burgener. Die Kapazität des St. Jakob-Parks soll reduziert werden. Von 38’000 auf 30’000 Plätze. Kurz gesagt: Die Galerie am Bahndamm soll wieder zurückgebaut werden.

Die Gründe: Die Atmosphäre im Joggeli werde durch die zahlreichen freien Plätze deutlich verschlechtert. Auch die Akustik im Stadion sei aufgrund des erhöhten Dachs auf Bahndamm-Seite mies.

Muttenzerkurve à la Dortmund

Doch damit nicht genug: Zum einen, und das wird für einige Diskussionen sorgen, plant Bernhard Burgener einen Umbau des Sektors D – also der Muttenzerkurve. Heisst genau: Der Balkon im Sektor D soll weg. Die Muttenzerkurve soll künftig eine steile Tribüne sein. Als Vorbild soll die Südtribüne im Signal Iduna Park von Borussia Dortmund dienen.

Auch im Hospitality-Bereich und bezüglich der Aussenhülle des Stadions sind Änderungen angedacht.

Neuer Gästesektor

Zum anderen, wie bereits bekannt ist, sollen die Geschäftsräume aus dem Turm ins Stadion verschoben werden. Wie aber Telebasel in Erfahrung gebracht hat, plant der FCB-Präsident noch weitere bauliche Veränderungen am Joggeli.

So soll auch der Gästesektor umziehen. Bernhard Burgener plant die Gästefans in Zukunft in den jetzigen Family-Corner umzusiedeln. Also zwischen den Sektoren B und C. Der Grund: Die Planung beinhaltet eine direkte Rampe zum Perron auf dem Bahndamm, wo die Extrazüge der Gästefans jeweils an- und wegfahren. Damit würde das ständige Theater mit dem Auslass auf Seite Muttenzerkurve bei Hochrisiko-Spielen gelöst werden.

Wie und wann der FCB-Präsident die baulichen Massnahmen ausführen will, oder ob diese Pläne am Ende auch aufgrund der enormen finanziellen Grössenordnung reine Vision bleibt, bleibt abzuwarten.

7 Kommentare

  1. Werden die Tickets günstiger gibt es auch mehr Besucher.
    Zudem kann man die Gallerie mit einem grossen Transparent abdecken wenn es zuwenig Besucher gibt.
    Oder ein Sitzmuster erzeugen welches die Tribühne integriert, auch bei wenig Fans.
    Für die Champions league ist doch die Grösse des Stadions optimal.
    Nur Schade wenn Burgener den FCB in den Ruin treibt.Report

  2. Bis auf die Verkleinerung finde ich diese Vorschläge absolut sinnvoll. Der Gästesektor ist heute auf der falschen Seite und hätte bereits bei Neubau in der Ecke B-C angesiedelt werden sollen. Eine hohe, steile Fankurve ist zudem schöner und stimmungsvoller.
    Über die Finanzierung muss aber gesagt werden: Team first.Report

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