(Bild: Keystone)

International

Kult-Regisseure kritisieren umstrittene Oscar-Pläne

Namhafte Filmschaffende kritisieren Pläne der Oscar-Akademie für eine Straffung der Preisverleihung. In einem offenen Brief machen sie Druck auf die Academy.

Es sei eine «Beleidigung» für Filmschaffende, wenn wichtige Kinokunst herabgewürdigt werde, heisst es in dem am Donnerstag von Branchenportalen veröffentlichten Schreiben. Es geht um Pläne der Filmakademie, die Oscar-Trophäen in vier Kategorien erstmals während Werbepausen bei der Show am 24. Februar auszuhändigen, um damit die Gala kürzer zu halten.

Betroffen sind die Sparten Kamera, Schnitt, Live Action-Kurzfilm sowie Make-up und Haarstyling, wie die Verleiher am Montag bekanntgaben. Die Übergabe der Oscars in den vier Sparten soll im Internet zu sehen sein, die Dankesreden der Gewinner sollen in kürzerer Form in der Fernsehshow übertragen werden, hiess es.

«Kamera und Schnitt sind das Herz unserer Kunst»

Oscar-nominierte Filmschaffende, darunter «Roma»-Regisseur Alfonso Cuarón und der US-Kameramann Caleb Deschanel («Werk ohne Autor») äusserten bereits Kritik. «Kamera und Schnitt sind das Herz unserer Kunst», erklärte Oscar-Preisträger Guillermo Del Toro («Shape of Water»).

Die Film-Akademie verteidigte das geplante Format am Mittwoch mit dem Hinweis, dass die Dankesreden aller Gewinner in der Live-Übertragung vorkommen werden. Die geplante Kürzung in den vier Sparten betreffe etwa den Weg der Preisträger auf die Bühne, der herausgeschnitten werde. In den kommenden Jahren würden in einem Rotationsverfahren vier bis sechs andere Kategorien ausgewählt werden, teilte die Akademie mit.

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