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Beitrag in den Telebasel News vom 14. Februar 2019.

Basel

Ein Hauch von Fischerstube für den Löwenzorn

Im Restaurant Löwenzorn wirtet ab dem 1. August der ehemalige Pächter des Restaurant Fischerstube. Karim Frick will im Lokal gutbürgerliche Küche servieren.

Die harschen Zeiten im Restaurant Löwenwezorn am Gemsberg 2 sollen vergessen sein. Ab dem 1. August 2019 kehrt frischer Wind ein im Grossbasler Traditionslokal. Dann übernimmt das in der Stadt bestens bekannte Wirte-Brüderpaar Anwar und Karim Frick die Kochlöffel.

Kurzes Kürzertreten

Erst Ende Jahr hörte Karim Frick in der Fischerstube auf. man wolle künftig kürzer treten, hiess es. Der 40-jährige Fabian Rutishauser und Pascal Steiner übernahmen. Nun stellt sich Karim zusammen mit seinem Bruder Anwar Frick bereits der neuen Herausforderung Löwenzorn.

Der Verwaltungsratspräsident der Zum Löwenzorn AG, Dr. Alfred Grieder, zeigte sich an der Medienorientierung erfreut über seine neuen Wirte: «Wir haben bewusst jemanden gesucht, der Herzblut und Freude an der Gastronomie hat und dem Löwenzorn wieder ein persönliches Gesicht geben kann. Wir wählten keine Grossorganisation, sondern jemanden, der direkt vor Ort ist und Brasseriestimmung pflegt.»

Weg vom Fasnachtsbeizen-Image

Wer die Fricks im Restaurant Fischerstube erlebt hat, weiss um ihre Präsenz und Nähe zu den Gästen. Eine Herausforderung wird es trotzdem werden – und diese ist gleich selber auferlegt. Denn in ihr Konzept gehöre auch, dass der Löwenzorn sieben Tage die Woche geöffnet hat.

Zudem wolle man den Innenhof vermehrt bespielen – «nicht nur im Sommer.» So die Rahmenbedingungen, um das «Fasnachtsbeizen-Image» abzuschütteln. Andere Massnahmen seien jedoch noch nicht konkret angedacht.

«Wir haben das in Vorprojekten geschafft und werden das auch im Löwenzorn schaffen», ist sich Karim Frick sicher. Der kulinarische Plan hierfür stehe soweit schon. Auf den Tisch soll die «klassische Frick-Küche» kommen. Sprich: Alte Klassiker und neue Gerichte. Mehr Gewicht sollen Innereien, wie Milke, Kutteln oder Markbein bekommen.

Stammkundschaft hat das Restaurant Löwenzorn zweifelsohne. Verschiedene Cliquen und Studentenverbindungen sind im Restaurant zuhause. Dieses Publikum gelte es primär zu bewirten. Doch natürlich wollen die Brüder eine Durchmischung der Gäste – mehr junges Volk oder Touristen. «Wir werden unser altes Stammpublikum ansprechen, auch Englisch sprechende Gäste.»

Raue Vergangenheit

Das Restaurant Löwenzorn machte in der jüngeren Vergangenheit weniger mit der Gastronomie, als mit internen Streitigkeiten auf sich aufmerksam. Ein langer Zwist wurde erst jüngst beigelegt. Die Betreiberin Berest AG und die Besitzerin der Liegenschaft Zum Löwenzorn stritten sich wegen Ansprüchen vor Gericht. Es kam schlussendlich zu einer aussergerichtlichen Einigung.

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