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In ihrer Rede dankte Kacey Musgraves ihrem Mann, der dabei geholfen habe, das Album möglich zu machen. (Bild: Keystone)

International

Country-Star Kacey Musgraves holt Grammy für «Album des Jahres»

Die US-Country-Musikerin Kacey Musgraves hat bei der diesjährigen Grammy-Verleihung den Königspreis für das beste Album gewonnen.

Ausgezeichnet wurde Kacey Musgraves Werk «Golden Hour», das bei der Gala in Los Angeles zuvor in der Kategorie bestes Country-Album triumphiert hatte.

In ihrer Rede dankte Kacey Musgraves ihrem Mann, der dabei geholfen habe, das Album möglich zu machen. Sie würdigte zudem die ebenfalls nominierten Künstler. «Zu gewinnen macht mein Album nicht besser als jenes von irgendeinem anderen.»

Kacey Musgraves überschreitet in ihrem von der Kritik gepriesenen Album die Grenzen des Country-Genres und verbindet es mit Elementen psychedelischer Musik. Sie gewann insgesamt vier Grammy Awards. Ausgezeichnet wurde sie auch in der Country-Sparte für die beste Solo-Darbietung, den besten Song und das beste Album.

Rapper Childish holt wichtigen Preis

Ein weiterer grosser Gewinner des Abends war der Rapper Childish Gambino – das Musik-Pseudonym des Schauspielers Donald Glover. Auch er holte vier Preise. Für seinen mit Sozialkritik aufgeladenen Song «This Is America» gewann er die ebenfalls besonders prestigeträchtigen Grammies für den besten Song und die beste Aufnahme des Jahres.

Vor allem das dazugehörige Musikvideo, das voller Metaphern rund um Rassismus und Waffengewalt in den USA steckt, hatte für Gesprächsstoff gesorgt. Childish Gambino rappt über die Widersprüche eines Lebens als Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten und tanzt im Video mit nacktem Oberkörper, während um ihn herum Gewalt und Chaos ausbrechen.

Childish Gambino – «This Is America»:

(Video: Youtube)

Die Menschen könnten sich unabhängig von ihrer Herkunft mit «This Is America» identifizieren, sagte Göransson über den Song. «Er prangert Ungerechtigkeit an, feiert das Leben und vereinigt uns gleichzeitig.» Glover erschien nicht zu der Verleihung. Auch Beyoncé und Jay-Z, Taylor Swift und Kendrick Lamar blieben der Gala fern.

Von Frauen beherrscht

Mit dem Song-Preis wird der Komponist geehrt, mit dem Aufnahme-Preis der Künstler sowie die Produzenten und Tontechniker. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Grammys, dass diese beiden Preise für einen Rap-Song verliehen werden.

Der von Sängerin Alicia Keys moderierte Abend wurde über dreieinhalb Stunden klar von Frauen beherrscht. Unter anderem waren Auftritte von Lady Gaga, Janelle Monáe, Jennifer Lopez und H.E.R. zu sehen. Besonders gefeiert wurden Soul-Sängerin Diana Ross und Country-Musikerin Dolly Parton.

Als Überraschungsgast im Staples Center trat die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, auf. Die Frau von Ex-Präsident Barack Obama erschien am Sonntag im graugrünen Glitzerkleid auf der Bühne zusammen mit den Sängerinnen Lady Gaga, Jada Pinkett Smith und Jennifer Lopez sowie Alicia Keys.

«Ob wir Country, Rap oder Rock mögen: Musik hilft uns dabei, uns selbst, unsere Würde und unser Leid, unsere Hoffnungen und Freude zu teilen», sagte die 55-jährige ehemalige First Lady. «Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen.»

Michelle Obama hatte während der Amtszeit ihres Mannes von 2009 bis 2017 im Weissen Haus gelebt und während dieser Zeit unter anderem für gesunde Ernährung geworben.

An der 61. Grammy-Verleihung wurden insgesamt 84 Ehrungen verliehen. Die meisten Preise waren schon vor Beginn der grossen Show in einer kleineren Zeremonie ohne Fernsehübertragung verliehen worden.

So erhielt Superstar Lady Gaga bereits vorab zwei Preise. Ausgezeichnet wurde sie für den besten Solo-Auftritt in der Popsparte für ihren Song «Joanne (Where Do You Think You’re Goin’?)» und als Komponistin für die Ballade «Shallow» aus dem Film «A Star Is Born».

Lady Gaga & Bradley Cooper – «Shallow»:

(Video: Youtube)

Ex-Präsident Carter bekommt dritten Grammy

Ariana Grande heimste einen Grammy für das beste Pop-Gesangsalbum für «Sweetener» ein. Der experimentierfreudige und die Genregrenzen überschreitende Sänger, Instrumentalist und Komponist Beck gewann mit «Colors» den Preis für das beste Album in der Kategorie «Alternative Music».

Dreimaliger Grammy-Preisträger ist nun Ex-US-Präsident Jimmy Carter. Bei der Verleihung gibt es auch eine Sparte für das beste Album mit gesprochenem Wort, in der sich Carter mit seiner Produktion «Faith – A Journey for All» durchsetzte.

2016 hatte er in der gleichen Kategorie bei den Grammies mit «A Full Life: Reflections at Ninenty» reüssiert, im Jahr darauf mit dem Audiobuch «Our Endangered Values: America’s Moral Crisis.»

Die Grammy-Kategorie umfasst neben Audiobüchern auch gesprochene Gedichte und Geschichten. Der 94-jährige Carter nahm nicht an der Zeremonie vor der Hauptshow teil.

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