Das Transportunternehmen Autobus AG Liestal zeigte sich in einer Mitteilung überrascht über den Entscheid zur Ausschreibung der Buslinien..

Baselland

Buslinien im Oberbaselbiet werden ausgeschrieben

Die Regierung treibt eine Ausschreibung von 18 Buslinien im Oberbaselbiet voran. Ziel sind Einsparungen von mindestens zwei Millionen Franken pro Jahr.

Publik gemacht hatte den Regierungsentscheid am Montag die Autobus AG Liestal (AAGL). Das Transportunternehmen zeigte sich in einer Mitteilung überrascht über den Entscheid. Dieser komme mitten in Verhandlungen über eine Zielvereinbarung für die nächsten vier Jahre.

Da die Konzessionen für die zehn Buslinien der AAGL und die acht Buslinien der Baselland Transport AG (BLT) im oberen Kantonsteil per Fahrplanwechsel 2019 im Dezember auslaufen, musste die Ausschreibungsplanung bis Ende Januar erfolgen, wie ein Regierungssprecher auf Anfrage sagte. Die Ausschreibung wirke per Dezember 2023.

Vorgaben mit Unternehmen besprochen

Gleichzeitig seien die jeweiligen Zielvereinbarungen der AAGL und der BLT zur Unterschrift zugestellt worden. Die enthaltenen Vorgaben wurden gemäss dem Sprecher vorgängig mit den Unternehmen besprochen. Sie entsprächen einem Regierungsbeschluss von 2017, wonach auf den 18 Buslinien ab 2020 wiederkehrende jährliche Einsparungen von insgesamt mindestens zwei Millionen Franken zu erzielen sind.

Sparen mit Fusionen

Erreicht werde sollen jene Einsparungen gemäss Regierung durch Kooperationslösungen oder eine Fusion. Ob eine Ausschreibung der betroffenen Buslinien tatsächlich erfolgt, hängt gemäss dem Sprecher nun davon ab, ob die Transportunternehmen die Vereinbarungen unterzeichnen.

Der Regierungsbeschluss vom Dezember 2017 hatte einen Abschluss der Zielvereinbarungen bis Dezember 2018 vorgesehen. Darin war zudem festgehalten, dass die schon im Mai 2017 beschlossene Ausschreibung weiterverfolgt wird, falls das Sparziel nicht erreicht wird.

Bei der AAGL will der Verwaltungsrat gemäss der Mitteilung am Dienstag an einer Sitzung das weitere Vorgehen besprechen. Einer Ausschreibung würde sich das Unternehmen stellen. Gemäss einem Sprecher der AAGL hätten zudem im vergangenen Jahr auch Gespräche mit der BLT stattgefunden.

Das von der Regierung beschlossene Spardiktat setzt insbesondere die AAGL unter Druck. Die BLT hatte bereits vor dem Entscheid angekündigt, dass sie die AAGL-Linien just um die von der Regierung verlangten zwei Millionen Franken günstiger betreiben könnte als das Liestaler Unternehmen.

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