Featured Video Play Icon
Beitrag in den Telebasel News vom 9. Februar 2019.

Basel

So schmeckt das allererste «Läggerli»

Almi und sein Ensemble servieren mit dem «Läggerli» eine vorfasnächtliches Bühnenstück. Darin gibt's sowohl Klamauk wie auch Morgestraich-Vorfreude.

Nach der überstandenen Premiere des allerersten «Läggerli» war Almi sichtlich aufgewühlt. «Es war sehr emotional, da ich einen persönlichen Verlust erlitten habe», sagte Patrick Allmandinger. Der Tod seiner «Mamme» vor wenigen Tagen habe seine Schatten über die Vorfasnachts-Veranstaltung gelegt. Gleichzeitig freue er sich, dass sein erstes «Läggerli» gut ankam. Im Gedenken an die Mutter blieb der eine Sitz, der Stammplatz seiner Mutter, im ausverkauften Scala frei.

Eine Kostprobe vom «Läggerli»:

(Video: Telebasel)

Eine reale «Hyylgschicht» begleitete also die brandneue Vorfasnachts-Veranstaltung. Dabei hat «s Läggerli» durchaus seine klamaukigen Seiten beibehalten, die man etwa noch vom «Fasnachtskiechli» her kennt. Trotzdem ist nach der Trennung des Komiker-Duos Almi und Salvi im Scala etwas ganz anderes entstanden. In den letzten Jahren waren dort einzelne «Raamestiggli» zu sehen.

Laser-Show und Nörgel-Nachbar

Jetzt aber zieht sich eine Handlung durch den Abend. Fredy Keller (Almi) und seine Frau Gritli (Priska Caccivio) zerbrechen sich den Kopf, wie sie denn eine «Stubete» vor dem Morgestraich organisieren könnten. Währenddessen wühlt der «Babbe» (Rolf Boss) in der «Goschdymkischte» und in Erinnerungen an die alte Fasnacht. Und da wäre auch noch der nörgelnde Nachbar Binggeli (auch Almi), der den Vorbereitungen fast einen Strich durch die Rechnung macht.

Auf dem Weg zu dieser Stubete geschieht aber noch einiges. Eine Laser-Show lässt dann mal den Morgestraich ganz anders aufblitzen und erklingen. Und der Schnitzelbank Frau Länzli taucht überraschend mit einer wandelnden Waschmaschine auf.

Doppeladler und Deutsche Fasnachts-Reporter

Erst gibt’s allerdings noch Anlaufschwierigkeiten. Zu Beginn des Abends will der Funke noch nicht richtig rüberspringen. Einzelne Szenen geraten etwas gar lang. Dann aber mehren sich die Lacher aus dem Publikum. Spätestens dann, wenn Almi die Regierungsrätin Sabine Pegoraro mimt oder wenn es Xherdan Shaqiri in eine Kleinbasler Beiz (in den Adler natürlich) verschlägt.

Am meisten Freude bereitete den Zuschauern wohl  Almis Solo-Einlage als SWR3-Reporter, der «vom Mekka der heidnischen Maskerade» berichtet. Ob Cliquen oder Schnitzelbänke, er nimmt so ziemlich alles auf die Rolle, was es an den «drey scheenschte Dääg» so rumläuft – inklusive sich selbst. Almi also voll in seinem Element – es wird tüchtig applaudiert.

Somit bringt «s Läggerli» einerseits die Schenkelklopfer auf die Bühne. Andererseits aber auch poetische Seiten. Dafür sorgen die musikalischen Einlagen des vielseitigen Ensembles. Saxofon, Klavier, Pfyffer und Gesang stimmen auf die Stunden vor dem Vieruhrschlag ein. Schliesslich steht die Stubete der Kellers – und somit auch das «Läggerli» ganz im Zeichen der Vorfreude auf den Morgestraich.

Das «Läggerli» gibt es noch bis 23. Februar 2019 im Scala zu sehen.

Telebasel Regio vom 12. Februar 2019

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant