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Der Telebasel News Beitrag vom 7. Februar 2019.

Basel

Hip-Hop, Harry Potter und Top Secret-Parodie

Mit «Menü SüürprYYs» stellt die Clique onYva ihre eigene Vorfasnachts-Veranstaltung auf die Beine. Dabei nimmt sie fasnächtliche Eigenheiten aufs Korn.

Ein Macho-Waggis prahlt mit seinen «Stopfgeschichten». Ein Miesepeter aus der Altstadt schimpft in Lo & Leducs «079» über den Fasnachtslärm. Und Harry Potters Aufnahme in die Zaubererschule wird neu vertont. Nun teilt der sprechende Hut die Zöglinge den Jungen Garden zu.

Sticheleien zwischen Tambouren und Pfyffern

Es sind weniger politische Ereignisse als viel mehr fasnächtliche Eigentümlichkeiten, die beim «Menü SüürprYYs» an die Kasse kommen. Nicht nur deswegen tanzt die neue Vorfasnachts-Veranstaltung im Tabourettli aus der Reihe. Es stehen ausschliesslich Mitglieder der Clique onYva auf der Bühne. In einem über zweistündigen Programm mit «Raamestiggli» und musikalischen Nummern nehmen onYva liebevoll so einige fasnächtliche Macken aufs Korn.

So trommeln die Tambouren für einmal nicht, sondern sie singen im Chor. Ein Klagechor: Schlechte Banggverse und Gugge seien schlimm – «aber d Piccolo no meh». Ob Pfyffer oder Tambouren – beide Seiten bekommen ihr Fett ab. So zeigt eine Trommelvirtuose, was ihm bei seinen Auftritten beim Top Secret Drum Corps so alles durch den Kopf geht. Pantomimen irgendwo zwischen Rampensau und Lampenfieber – ein Brüller beim Publikum.

Am «Menü SüürprYYs» gabs eine ganz eigene Version vom Hit «079». (Video: Telebasel) 

Fasnächtlicher Brandhärd-Rap

Beim «Menü SüürprYYs» sind mehrere bekannte Gesichter auf der Bühne zu sehen. So etwa Fetch von der HipHop-Gruppe Brandhärd. Er selbst ist Vorträbler und Zeedel-Dichter bei onYva. Seinem «Miggeli» beichtet er, dass sein Herz für drei Tage Frau Fasnacht gehört. Damit trifft Sprechgesang auf Pfyffer und Tambouren.

Das «Menü SüürprYYs» im Brandhärd-Style. (Video: Telebasel)

Mit von der Partie ist auch Mathias Brenneis. Ihn kennt man unter anderem durch seine fasnächtlichen Randfiguren im Charivari. Nun führt als Kellner durch den Abend, um die einzelnen Gänge des Überraschungsmenüs zu präsentieren. Und er führt in einem fasnächtlichen Bingo so ziemlich alle Cliquen- und Beizennamen zu einem Wortspiel zusammen – ebenfalls eine gelungene Nummer.

Aus einer Schnapsidee wird Vorfasnacht

Das «MenüSüürpryys» nahm als Schnapsidee an einem Bummelsonntag seinen Anfang. Martin Bammerlin von der Clique onYva erinnert sich noch, wie die Fasnächtler damals mit improvisierten «Raamestiggli» das Kalb machten.

Daraus entwickelte sich dann ein abendfüllendes Programm. Was die Cliquenmitglieder in ihrer Freizeit auf die Beine gestellt haben, kann locker mit den grossen Vorfasnachts-Veranstaltungen mithalten. Es ist die erste von onYva – aber auch die letzte. Wie Martin Bammerlin erklärt, soll der aufwendige Anlass für die Clique eine einmalige Angelegenheit bleiben. Vorstellungen gibt es noch bis am Samstag, 9. Februar.

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