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Der Telebasel Report vom 6. Februar 2019.

Basel

Report: 4’000 Franken für ein Kostüm

Tausende Fasnächtler schlüpfen an den ‹drey scheenschte Dääg› in ihre Kostüme. Wohl nur die wenigsten sind so wertvoll wie Florian Bösigers Darth Vader.

«Ein kleines Occasions-Auto liegt schon drin», sagt Florian Bösiger auf den Wert seines Kostüms angesprochen. Ein paar tausend Franken habe er in seinen Darth Vader investiert. Gelohnt hat es sich allemal: Sein Darth Vader wurde von der internationalen Legion der Star-Wars-Figuren-Darstellenden offiziell anerkannt.

Diese gibt vor, wie ein solches Kostüm aussehen muss, damit es dem Original-Kostüm aus den Star-Wars-Filmen am nächsten kommt. In der sogenannten Referenzbibliothek ist bis auf den Abstand von zwei Nähten alles geregelt: Wie hoch muss der Helm sein? Aus wie vielen Teilen darf der Umhang bestehen?

Florian Bösiger aus Hölstein in seinem Darth Vader-Kostüm. (Bild: Telebasel)

Geschichte erleben

Mindestens genauso penibel was ihre Kostüme anbelangt, sind Lucas Doppler und Patrick Schlenker. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter: Das reine Tragen der Kostüme reicht ihnen nicht. Eingehüllt in historische Uniformen versuchen sie, Geschichte so akkurat wie möglich darzustellen.

Re-Enactment nennt sich diese Disziplin: «Von der Unterhose über die Socken bis hin zur Zahnbürste: Wenn wir in die Historie eintauchen, dann so authentisch wie möglich», sagt Patrick Schlenker. Will heissen: Wird wie in alten Zeiten übernachtet, dann gibt es eben keinen Schlafsack und keine Luftmatratze, sondern Stroh und Wolldecke. «Natürlich gibt es auch solche, die einen Schlafsack benutzen – aber unser Anspruch geht weiter», sagt Schlenker.

Cosplayerin Stella Marbot aka ‹Stellatrixx› mit ihrem selbstgenähten Demon Hunters-Kostüm. (Bild: Telebasel)

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