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Der Telebasel News Beitrag vom 5. Februar 2019.

Basel

Picasso- und Giacometti-Segen fürs Kunstmuseum

Die Christoph Merian Stiftung schenkt dem Kunstmuseum sieben Bilder aus dem Nachlass Probst. Der Versicherungswert der Bilder beträgt über 20 Mio. Franken.

Das Kunstmuseum Basel erhält von der Christoph Merian Stiftung (CMS) sieben Bilder im Wert von über 20 Millionen Franken. Die Schenkung wurde am Dienstag öffentlich bekannt gegeben. Die Werke stammen von namhaften Künstlern wie Pablo Picasso, Alberto Giacometti, und Paul Klee, wie die CMS mitteilte. Die Gemälde befanden sich zuvor im Nachlass des Ehepaars Frank und Anna Probst-Lauber.

Und weshalb vermacht die CMS die sieben bedeutenden Gemälde dem Kunstmuseum? Der Präsident der Stiftungskommission, Lukas Faesch, erklärt: «Wir haben uns das lange überlegt und wir sind vom Stifterwillen ausgegangen: Was wollten Herr und Frau Probst eigentlich?» Es sei der tiefste Wunsch des Ehepaars gewesen, ihr Vermögen in Basel zu erhalten. Das sie für die Christoph Merian Stiftung das Leitmotiv gewesen. «Und da kommt ja nur etwas in Frage, was die Bilder für eine lange Zeit der Öffentlichkeit zugänglich macht», so Faesch. Das Kunstmuseum sei dafür absolut geeignet.

«Wunderbare Schenkung»

Josef Helfenstein, Direktor des Kunstmuseums Basel, freut sich über das grosszügige Geschenk: «Wir sind hocherfreut und dankbar über diese wunderbare Schenkung durch die Christoph Merian Stiftung. Ein Ankauf von Werken der klassischen Moderne in dieser Kategorie ist für öffentliche Museen heutzutage kaum mehr denkbar.»

Schliesslich sei das Kunstmuseum nur wegen der vielen Schenkungen im Laufe der Zeit das, was es heute ist – die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt, so Helfenstein. Unter den sieben Gemälden der CMS befinden sich auch Werke, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt oder wo sie sich befinden: «Eines der Picasso-Gemälde habe ich beispielsweise zuvor noch nie gesehen. Das gibt es ja selten bei einem Künstler, der so berühmt ist», erklärt Helfenstein.

Erst in einem Jahr öffentlich?

Auch Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann meldete sich in der gemeinsamen Medienmitteilung der CMS und des Kunstmuseums zu Wort und zeigt sich begeistert: «Es ist wundervoll, dass die Bilder aus der Sammlung Probst in Basel bleiben und hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Kunstmuseum Basel ist der perfekte Ort für diese bedeutenden Werke.»

Bis die Öffentlichkeit die sieben Meisterwerke begutachten kann, dauert es aber noch einen Moment. Das Kunstmuseum will sich bis zu einem Jahr Zeit nehmen, um sich Gedanken darüber zu machen, wie und wo die Gemälde im Museum dargestellt werden sollen.

Nachlass von 120 Millionen

Im August 2018 hatte die Christoph Merian Stiftung die Öffentlichkeit über den Nachlass von Frank und Alma Probst-Lauber informiert. Das Basler Ehepaar hatte die CMS als Alleinerbin des Vermögens eingesetzt. Nach dem Tod von Alma Probst-Lauber 2017, Frank Probst verstarb 2011, ging das gesamte Vermögen des Ehepaars im Wert von 120 Millionen Franken an die Stiftung über. Darunter auch die Gemälde, die nun dem Kunstmuseum vermacht wurden.

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