Acht Menschen sind am Wochenende in den italienischen Alpen ums Leben gekommen. (Bild: Keystone)
International

Schweizer stirbt bei Lawinenunglück in Italien

Bei mehreren Lawinen sind in Norditalien acht Menschen ums Leben gekommen. Alle seien abseits der Piste unterwegs gewesen, erklärte die Bergrettung.

Sechs Menschen seien im Aostatal gestorben, ein 18-Jähriger in Südtirol in der Provinz Bozen. Ein weiteres Todesopfer gab es in der Lombardei.

Medienberichten zufolge wurde am Montag in Courmayeur im Aostatal nahe der Schweizer Grenze nach einem weiteren Vermissten gesucht. Zuvor hatten die Rettungskräfte die Leichen von drei Skifahrern entdeckt, die seit Sonntag vermisst wurden, wie die Tageszeitung «La Repubblica» berichtete.

Gemäss Informationen der Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich dabei um eine 39-jährige Frau aus Neuseeland und um einen 43-jährigen Schweizer, die in Grossbritannien lebten, sowie um einen 36-jährigen Franzosen. Wegen der noch immer hohen Lawinengefahr gestalteten sich die Such- und Bergungsarbeiten schwierig.

Auch in Teilen Südtirols wurde weiter vor Lawinen gewarnt. «Schon einzelne Tourengeher oder Freerider können sehr leicht Lawinen auslösen, auch grosse», hiess es in der Lawinenvorhersage am Montag. Der Neuschnee der vergangenen Tage liege auf einer «ungünstigen Altschneeoberfläche», die viele Schwachstellen aufweise.

Verkehrschaos am Brenner

Heftiger Schneefall hatte am Wochenende nicht nur das Lawinenrisiko verschärft, sondern auch Chaos auf den Strassen in den italienischen Alpen ausgelöst. Die Brennerautobahn musste zeitweise gesperrt werden.

Mehrere Motorradfahrer seien wegen des Schnees gestürzt, was wiederum die Fahrer von teils schlecht für die Wetterlage ausgestatteten Lastwagen zu «abrupten Manövern» gezwungen habe, erklärte der Zivilschutz Südtirol. Die Folge: Blockaden beider Fahrspuren und stundenlange Hängepartien für Autofahrer.

Um die 2’000 Kräfte von Feuerwehr und Polizei, sowie Sanitäter und freiwillige Helfer seien im Einsatz gewesen. An die Wartenden wurden in der Kälte Decken, Brote und warme Getränke verteilt, wie der Zivilschutz weiter mitteilte. Einige Reisende, die mit dem Auto unterwegs waren, wurden mit Bussen in Aufnahmezentren gebracht.

Verschärft hatte die Situation am Samstag der Abgang einer Lawine, bei der aber niemand verletzt wurde.

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