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Der Telebasel News-Beitrag vom 4. Februar 2019.

Basel

«Es muss doch eine neue Messe geben»

Am Freitag öffnet die letzte muba. Vor allem bei den Ausstellern ist die Gefühlslage im Vorfeld gemischt. Sie fragen sich: Wie geht es nach der muba weiter?

Ein letztes Mal heisst es: aufbauen. Ob Möbelverkäufer, Bierstand-Betreiber oder Küchenbauer – alle geben nochmals Gas. Denn diesen Freitag öffnet die Rundhof-Halle zum letzten Mal ihre Türen für die muba. Danach ist für die Mustermesse Schluss.

Für muba-Leiter Daniel Nussbaumer ist das eine spezielle Situation. Denn die Mustermesse geht nicht nur zum allerletzten Mal, sondern dieses Jahr auch besonders früh über die Bühne. War die Ausgabe 2018 noch im April, findet die Dernière bereits im Februar statt. «Natürlich war es für unser Team viel anspruchsvoller in dieser turbulenten Zeit, aber auch mit dieser kurzen Vorlaufzeit», so Nussbaumer gegenüber Telebasel. Aber er sei froh, dass es in wenigen Tagen los geht.

Für eine letzte Ausgabe gekämpft

Lange stand gar nicht fest, ob es 2019 überhaupt nochmals eine muba gibt. Denn andere Messen, wie jene von Zürich und Lausanne stellte die MCH Group per sofort ein. Daniel Nussbaumer ist sich dessen bewusst: «Wir sind voller Vorfreude und dankbar, dass wir überhaupt eine letzte muba veranstalten können. Wir haben sehr stark dafür gekämpft und hoffen jetzt, dass sich das auszahlt und wir gemeinsam eine tolle muba zelebrieren können».

Das hoffen wohl auch die Aussteller. Beim Eierproduzenten Jörg Rieder mischt sich die Vorfreude auf die letzte muba mit Wehmut. Seit zehn Jahren ist er für den Verband der Nordwestschweizer Eierproduzenten an der muba präsent: «Wir sind traurig, dass die Messe aufhört. Wir fänden es schön, wenn sie noch weiter bestehen würde». Aber Rieder verstehe den Entscheid der Messeleitung und akzeptiere ihn.

«Muss doch eine neue Messe geben»

Mehr Mühe mit dem Entscheid, die muba einzustellen, hat Messebauer Markus Hauser. Er erlebt die Geschichte der «Mutter aller Messen», wie die muba auch genannt wird, seit über 40 Jahren mit. Dementsprechend bedauert er ihr Ende.

Besonders schwer fällt ihm der Abschied von der muba aber, weil die Messe Schweiz seiner Meinung nach keine Perspektive bietet: «Es muss doch eine neue Messe geben, die wieder Impulse in die ganze Geschichte reinbringt», findet Hauser. Kreativität und Engagement seien gefragt. Dann werde die Messe bestimmt auch eine Zukunft haben, ist er überzeugt.

Ob es so etwas wie eine «muba 2.0» jemals geben wird, steht in den Sternen. Fakt ist, dass ab diesem Freitag nach 102 Jahren die letzte muba über die Bühne geht. Zur Eröffnung wird traditionell das Band vor dem Haupteingang unter der grossen Uhr durchschnitten. Der Eintritt zur Mustermesse ist übrigens frei.

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