Wegrennen ist zwecklos. (Bild: Keystone)

Basel

Zehn Verhaltensregeln für die Basler Fasnacht

An den «drey scheenschte Dääg» gibt es viele Möglichkeiten ins Fettnäpfchen zu treten. Hier deshalb zehn Verhaltensregeln für einen sicheren Aufenthalt an der Basler Fasnacht.

Die älteste Fasnacht der Schweiz in Basel zieht jedes Jahr tausende Besucher in die Stadt am Rheinknie. Cliquen, Guggen und viele Waggis-Wagen machen auch den Aufenthalt am Strassenrand zu einem einmaligen Erlebnis.

Doch auf den Zuschauer warten an den «drey scheenschte Dääg» auch so einige Fettnäpfchen. Selbst das Fasnachts-Comité hat einige Tipps aufgelistet. Damit Sie optimal vorbereitet sind und sicher durch die Basler Fasnacht kommen, hat Telebasel zehn Verhaltensregeln zusammengestellt.

1. Eine Blaggedde tragen

Der erste ist auch gleich einer der wichtigsten Tipps. Das Tragen einer Blaggedde ist an der Fasnacht eigentlich ein Muss. Es gibt durchaus auch Basler, die auf dieses «Schmuckstück» verzichten. Das kann dann aber auch schon mal böse enden, vor allem, wenn gerade ein Waggis in der Nähe ist.

Wichtig: Die Blaggedde sollte unbedingt sichtbar getragen werden. Dieser Tipp zeigt sich insbesondere dann als nützlich, wenn es plötzlich eine ganze Horde Waggis auf einen abgesehen hat. Die fragen nämlich vor der Ladung Räppli nicht erst: «Hesch e Blaggedde a?».

2. Am Morgestraich OHNE Blitz fotografieren

Natürlich bietet der Morgestraich so einige schöne Fotomotive. Wer den Moment unbedingt für sich oder seine Community festhalten möchte, sollte aber ohne Blitz fotografieren. Die grellen Lichter stören nämlich nicht nur die Cliquen, sondern zerstören auch die Grundstimmung. Ebenfalls eine Sünde: Beim Filmen mit dem Smartphone das Blitzlicht anlassen. An alle Inhaber eines Geschäfts: Bitte Lichter löschen.

3. «Duuredrängle» verboten

Als Zuschauer ist es sehr wichtig, Rücksicht auf Cliquen und Guggen zu nehmen. Sich zwischen Cortège-Teilnehmern durchzudrängen, ist ein No-Go. Ebenso sollten aktive Fasnächtler nicht mir Räppli beworfen werden.

4. Bitte nicht «yystoh»

Wenn eine Clique oder Gugge fröhlich musizierend vorbei geht, könnte beim einen oder anderen Zuschauer auch schon einmal der Drang aufkommen, sich gleich selbst in die Reihe zu stellen und mitzumarschieren. Das kommt aber nicht so gut an. Hinterhergehen dagegen ist natürlich erlaubt.

5. Keine Räppli vom Boden auflesen

Räppli gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Farben. Klassisch sind es aber die Farben rot, gelb, grün und blau. Sehr wichtig an der Basler Fasnacht: Räppli werden nicht vom Boden aufgelesen! Das ist übrigens auch der Grund, warum die Räppli nicht kunterbunt, also mehrere Farben in einer Tüte vermischt, verkauft werden. Somit kann man «frische» und «gebrauchte» Räppli unterscheiden.

(Video: Telebasel) 

6. Wegrennen zwecklos

A propos Räppli: Spürt man auf einmal diese Blicke im Nacken und sieht sich plötzlich von einer Horde Waggis umzingelt, lieber stehen bleiben, und nicht davonrennen. Die Chancen sind nämlich meistens relativ gering, ohne eine Räppli-Dusche davonzukommen.

7. Orangen nicht zurückwerfen

Waggis sind dafür bekannt, dass sie die Zuschauer am Strassenrand mit allerhand nützlichen und unnützen Dingen «beschenken». Die meisten Besucher gehen mit einer Tüte voller Orangen nach Hause. Wichtig: Die Früchte oder auch andere Gegenstände ja nicht zurück oder gar ins Publikum werfen. 

(Bild: Keystone) 

8. Pappnasen verboten

Während die Menschen am Kölner Karneval gerne ihre Narrenkappen aufsetzen und schunkeln, ist das an der Basler Fasnacht eher verpönt. Genau so wie geschminkte Gesichter und Pappnasen.

9. Auf den Alkoholkonsum achten

An der Basler Fasnacht sollte man unbedingt auf seinen Alkoholkonsum achten. Zwar wird an den «drey scheenschte Dääg» gerne mal das eine oder andere Bier getrunken, alkoholisierte Feierwütige pöbeln aber auch immer mal wieder die aktive Fasnächtler an. Das geht natürlich gar nicht.

10. Bitte keine Luftschlangen-Sprays

Bei Fasnächtlern sind sie verpönt – die Luftschlagen- oder «Spaghetti»-Sprays. Diese bleiben an den Larven und Kostümen kleben. Deshalb Finger davon lassen.

Themenwoche «Fasnachtsfieber»

Wollen Sie mehr über die «drey scheenschte Dääg» erfahren? Die Telebasel Themenwoche «Fasnachtsfieber» gibt eine Woche lang Einblicke hinter die Kulissen der Basler Fasnacht. Vom 4. bis 8. Februar 2019 in den Telebasel News um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr stündlich, sowie im Telebasel Report am 6. Februar 2019 ab 19:40 Uhr stündlich und in einer Spezialsendung am 9. Februar 2019 ab 19:15 Uhr stündlich. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

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