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Der Telebasel News Beitrag vom 1. Februar 2019.

Baselland

Druckfehler beschert Aesch eine doppelte Fasnacht

Ausnahmsweise gibts in Aesch sowohl im Februar als auch im März einen Fasnachtsumzug. Denn die Fasnächtler nehmen einfach den Gemeinde-Kalender beim Wort.

Das gab’s wohl noch nie. Der «Räbgäischt» sorgt dieses Jahr in Aesch gleich zweimal für den Fasnachtsauftakt. Der Umzug findet diesmal schon drei Wochen früher statt als er eigentlich sollte.

Will uns das Comité einen Bären aufbinden, wie es etwa die Liestaler Rotstab-Clique letztes Jahr vorgemacht hatte? Mitnichen. Die Aescher nehmen bloss den Gemeindekalender wortwörtlich.

Ein Vers vom Rebgeist «Blaggedde»-Vernissage macht das klar:

«Glaubsch es nit, ungläubigs Wääse

chaschs im Info-Blettli sälber lääse

S muess soo syy, es schryybts jo d Gmäini

und Feeler gits im Schloss dängg käini

Am zäänte Hornig goots uf d Stroosse

Alles andere chan eus bloose»

«Wenn ihr zweimal Fasnacht wollt …»

Das alles ist einem aufmerksamen Fasnächtler zu verdanken. Eigentlich wollte Christian Helfenstein nur die Abfuhrpläne checken. Dabei stellte er zu seinem Erstaunen fest, dass die Fasnacht sowohl am 10. Februar wie auch am 3. März über die Bühne geht. Denn so stand es schwarz auf weiss im Infoblatt der Verwaltung.

Diesen Schnitzer nimmt Helfenstein mit fasnächtlichem Humor. «Wenn ihr zweimal Fasnacht wollt, dann machen wir das für euch», sagt er. Die Idee stiess beim Comité auf offene Ohren. So kommt es, dass die eigentliche Fasnacht wie geplant im März über die Bühne geht, zum Aufwärmen gibt’s aber schon eine im «Hornig». Dem Druckfehler ist es also gedankt, dass sich die Aescher weit vor allen in ihre Kostüme werfen dürfen.

Waggis als Tunnelbauer

Die verfrühte Fasnacht ist aber nicht das offizielle Sujet. Bevor sich der Fehler einschlich, war schon bekannt, wie das Motto der diesjährigen «Blaggedde» lautet. Es heisst «Mir stäche duure» und bezieht sich auf den Durchstich für den Autobahn-Zubringer Pfeffingerring.

Das Bauprojekt liess lange auf sich warten. Nun ist auf der Plakette ein Waggis als Tunnelbauer am Werk. «Wir haben schon mehrere Regierungsräte verbraten, bis wir es endlich geschafft haben», sagt die Plaketten-Künstlerin Barbara Hauser. Daher sei für sie schnell klar gewesen, dass dieser Tunnel auf die «Blaggedde» muss.

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