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Der Telebasel Glam Beitrag vom 30. Januar 2019.

Basel

«Ich muss meine Züri-Schnurre hervorholen»

Im Theater Basel wird derzeit die Anti-Nazi-Revue «Spuk in der Villa Stern» gespielt. Glam besuchte Noëmi Nadelmann und Michael von der Heide bei den Proben.

Das Theater Basel bringt die Anti-Nazi-Revue «Spuk in der Villa Stern» auf die Bühne. Es ist eine kleinere Sensation. Denn seit der Uraufführung im Jahre 1931 wurde das Stück nicht mehr aufgeführt. Geschrieben hat das Stück mit Friedrich Holländer einer der erfolgreichsten Kabarettisten und Komponisten der Weimarer Republik. Für die zehn Vorstellungen engagierten die Macher namhafte Schweizer Künstler, wie Opernsängerin Noëmi Nadelmann und Chansonnier Michael von der Heide. Die spielen das jüdische Ehepaar Stern, das zum Essen einlädt. Aber keiner erscheint.

«Ich muss meine Züri-Schnurre hervorholen»

Mit «Spuk in der Villa Stern» betritt Noëmi Nadelmann Neuland. «Die Texte und die Anschlüsse sind sehr schnell. Das ist neu für mich. Da muss ich meine Züri-Schnurre hervorholen», so Nadelmann. Auch für Michael von der Heide ist das Stück anspruchsvoll. «Als Chansonnier bin ich es mir nicht gewohnt so exzentrisch auf der Bühne zu sein. Da musste ich mich schon umstellen», so von der Heide im Interview mit Glam.

«Ich brülle die Menschen nicht an»

«Spuk in der Villa Stern», wie es noch bis am 26. Mai im Theater Basel gespielt wird, ist völlig neu aufgezogen. Die Texte stammen von David Gieselmann. Regie führt Christian Brey. Der Deutsche hat schon mit Komikern wie Harald Schmidt zusammengearbeitet und weiss, wie er die Protagonisten zur Höchstleistung bringt. «Meine Erfahrung ist immer, dass herumbrüllen und Stress machen nichts bringt. Es gibt da diese andere Generation von Regisseuren, die anderer Meinung sind. Ich hoffe aber, dass diese Zeiten durch die ganze Me-Too-Debatte bald vorbei sind. Ich mache die Erfahrung, dass Menschen freier sind, wenn man sie ermuntert.»

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