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Der Telebasel News Beitrag vom 29. Januar 2019.
Basel

Basler «Gretas» kämpfen fürs Klima

Hunderte Schüler schwänzen den Unterricht fürs Klima. Telebasel traf zwei von ihnen zum Interview.

Es ist im Moment die grösste Schüler-Bewegung. In den letzten Wochen gingen immer wieder mehrere hundert Schüler auf die Strasse um zu zeigen, dass sie mit der aktuellen Klimapolitik unzufrieden sind.

Mit dabei in Basel sind Livia Benedict (16) und Laurin Hoppler (17). Sie beide folgen dem Aufruf der schwedischen Schülerin Greta Thunberg. «Sie brachte das Ganze ins Rollen», so Benedict. «Aber wir wollen nicht, dass wir nur an ihr orientiert sind. Wir sind eine losgelöste Bewegung, die sich für Klimapolitik einsetzt.»

«In der Politik muss sich etwas ändern»

Wie ihr Vorbild aus Schweden versuchen die beiden Schüler möglichst umweltbewusst zu leben. Der Sinn der Klima-Bewegung liege aber nicht darin, jeden Einzelnen dazu zu bekehren, seinen Lebensstil zu ändern. Es gehe viel mehr darum, dass sich in der Politik etwas ändern müsse, so die 16-Jährige.

Damit das gelingt, versuchen sie nicht nur mehr Mitschüler auf die Strasse zu bringen, sondern sich auch in Bern mehr Gehör zu verschaffen. «Wir haben Kontakt mit Samira Marti», erklärt Benedict. Die Baselbieter Nationalrätin habe den nationalen Kontakt zur Bewegung. «Wir werden versuchen, Lobbying-Anlässe zu veranstalten und Briefe zu schreiben», führt die Klima-Aktivistin weiter aus.

Morin unterstützt Schüler

Bestärkt in ihrem Engagement fühlen sie sich auch durch die Aussage von Guy Morin. Im Telebasel Sonntags-Talk sagt der ehemaligen Basler Regierungspräsident: «Ich wünsche mir, dass die Schülerinnen und Schüler so lange streiken, (…) bis sich National- und Ständerat verpflichten, die Versprechen, die wir in Paris machten, einzuhalten.»

Streitpunkt Absenzen

Laut Benedict und Hoppler sind es immer mehr Schüler, die sich ihnen anschliessen. Ein grosser Streitpunkt sind aber jeweils die unentschuldigten Absenzen, die die Jugendlichen für ihre Demonstrationen riskieren.

Eine Delegation der Klima-Schüler hat sich am Dienstag mit dem Erziehungsdepartement getroffen. Mitte Februar wollen die Behörden dann Bescheid geben, wie sie in Zukunft mit den Absenzen-Regelungen bei Klimastreiks verfahren wollen. Nicht betroffen ist aber die nächste Demonstration, welche diesen Samstag stattfindet.

2 Kommentare

  1. Dass sich die Wissenschaftler strittig sind über die These einer von Menschen gemachten Klimaerwärmung scheint für viele kleine Gretas irrelevant zu sein. Man müsste den einseitigen Konsens, der in den Schulen zu herrschen scheint und von allen großen Medien mitgetragen wird, doch auch einmal von der Gegenseite beleuchten und dann den jungen Menschen überlassen, welche Argumente für sie einleuchtender sind. Jedenfalls war in dem 70er Jahren, als ich selbst Jugendlicher war, noch von einer kommenden Eiszeit die Rede! Für mich sind Aktivitäten, die man auf spekulativen Thesen aufbaut problematisch.Report

  2. Es ist ja schön dass sie sich fürs Klima Einsetzen..
    Aber ohne Schule Schwänzen…
    Wir können nicht mehr zurück in die Vergangenheit..
    Wir Leben in die Zukunft….
    Es liegt daran das wir wieder Flaschenpfand einführen sollten und wieder offen Verkauf statt Verpackung.,
    Und es braucht kein Erlaubniss mit 16 Autofahren..
    Flugpreise wieder Erhöhen dass Reduziert sich dann auch mit der Vielfliegerei…
    Einen schönen Abend an alle♡♡♡Report

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