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Der Telebasel News Beitrag vom 23. Januar 2019.

Basel

Spatenstich für die neue ARA Basel

Die Abwasserreinigungsanlagen Basel müssen Aufrüsten. Am 23. Januar war am Rheinhafen Spatenstich für eine neue und bessere ARA Basel.

Seit Jahren arbeitet die von der ProRheno AG betriebene Abwasserreinigung ARA an der Belastungsgrenze. Dass soll sich jetzt ändern. Bereits im Juli 2018 haben die Regierungen beider Basel die rund 300 Millionen für die neue Anlage bewilligt. Am 23. Januar war am Basler Rheinhafen Spatenstich für das Grossprojekt.

Mit dabei auch Regierungsrat und Umweltdirektor Christoph Brutschin. Für ihn ist die Sanierung ein grosser Gewinn für die Zukunft. «Wir wissen, dass die heutige ARA nicht mehr in jeder Hinsicht gesetzeskonform ist», sagt Brutschin. Mit der neuen ARA könnten vor allem Mikroverunreinigungen deutlich besser aus dem Wasser gefiltert werden. «Der Bach wird noch sauberer und ich denke, das hat einen Einfluss auf uns, aber auch auf die Leute, die weiter unten am Rhein wohnen».

Ein letzter Spatenstich

Auch für die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro ist der Beginn der Bauarbeiten ein grosser Moment. «Es war einer der letzten Spatenstiche, die ich als Regierungsrätin machen werde. Ich freue mich auch, dass es dieses Projekt ist. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Zusammenarbeit der beiden Kantone», sagt sie.

Nachdem Uwe Sollfrank von der Holinger AG die obligate Schaufel an den Geschäftsführer der ProRheno AG, Alain Zaessinger übergeben hatte, erfolgte dann unter den Augen der Gäste der symbolische Spatenstich. Dann wurde auch sogleich mit den Abrissarbeiten der alten Anlage begonnen.

Stickstoff wird eliminiert

Eine grosse Neuerung ist eine zusätzliche Reinigungsstufe. «Die Erneuerung der Anlage ist erstens die Biologiestufe, wo wir eine erweiterte Sticktoffelimination machen werden, wie wir sie jetzt nicht haben. Ein zweiter grosser Teil ist die Elimination von Mikroverunreinigungen», erklärt Zaessinger.

Alle Neuerungen im Überblick:

Der Telebasel News Beitrag vom 18. Juli 2018. 

Biogas aus Klärschlamm

Die Gewässerschutzverordnung 2016 schreibt vor, dass eine Kläranlage ab einer Grösse von 80’000 angeschlossenen Einwohnern solch eine zusätzliche Reinigungsstufe braucht. Sie soll das Wasser von Mikroverunreinigungen befreien. Das sind Rückstände unter anderem von Pflanzenschutzmitteln, Medikamenten und Hormone, welche durch den Menschen ins Wasser gelangen. Weiter wird in Zukunft aus Klärschlamm Biogras gewonnen, das ins Gasnetz eingespiesen werden kann.

Die Bauarbeiten für dieses Grossprojekt dauern bis voraussichtlich 2024. Gereinigt wird das Wasser in dieser Zeit natürlich trotzdem. «Das Wasser kommt weiterhin rein.  Das heisst, wir müssen zuerst eine neue Stufe bauen auf einem Reserveareal, das wir haben. Wenn das provisorisch eingespiesen ist, dann können wir parallel die alten Stufen abreissen und auf dem freien Platz weiterbauen», so Zaessinger.

 

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